Kommunikationsforscher Wolfgang Donsbach ist tot

Er galt als international angesehener Experte für Medien und politische Kommunikation: Wolfgang Donsbach ist gestorben. Er sei "völlig unerwartet" aus dem Leben gerissen worden, teilte die TU Dresden mit.

Kommunikationswissenschaftler Donsbach: "Aus dem Leben gerissen"
imago/ Müller-Stauffenberg

Kommunikationswissenschaftler Donsbach: "Aus dem Leben gerissen"


Der international renommierte Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Donsbach ist tot. Das teilte das Institut für Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Dresden mit, an der Donsbach eine Professur innehatte. Völlig unerwartet sei der Gründungsdirektor des Instituts aus dem Leben gerissen worden, hieß es. "Die Nachricht traf die Universität wie ein Schock", hieß es in einer Stellungnahme. Zuvor hatten verschiedene Medien den Tod des Professors gemeldet.

Der 65-Jährige habe am Sonntag einen "heftigen Herzinfarkt" beim Rollhockey-Spielen erlitten und sei auf dem Spielfeld zusammengebrochen, sagte der geschäftsführende Direktor des Dresdner Instituts für Kommunikationswissenschaft Lutz Hagen. Donsbach war im März 2015 wenige Monate nach seinem 65. Geburtstag emeritiert worden.

Er hatte 1993 das Institut für Kommunikationswissenschaft gegründet und fast zwei Jahrzehnte lang geleitet. Zum "exzellenten Ruf" der TU Dresden habe er "wirksam beigetragen" und Generationen von Studenten geprägt, heißt es vonseiten der Universität.

Donsbach galt als Experte für Medien, politische Kommunikation und öffentliche Meinung. In den vergangenen Monaten war Donsbach unter anderem ein gefragter Interviewpartner zur Pegida-Bewegung und deren Verhältnis zur Presse. Donsbach hinterlässt eine Frau und einen Sohn.

kis/dpa

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