Einsatz gegen Reporter in Dresden Dresdens Polizeipräsident entschuldigt sich beim ZDF

Nach ZDF-Angaben hat Dresdens Polizeipräsident den Einsatz gegen ein Team des Senders am Rande einer Pegida-Demonstration als Fehler eingeräumt. Die Journalisten seien zu lange festgehalten worden.

Arndt Ginzel im Gespräch mit Polizisten
Arndt Ginzel

Arndt Ginzel im Gespräch mit Polizisten


Bei einem hoch umstrittenen Einsatz während einer Pegida-Demonstration in Dresden hatte die Polizei ein Team des ZDF festgehalten - jetzt hat sich Dresdens Polizeipräsident in einem Gespräch für die Art und Weise der polizeilichen Maßnahme entschuldigt. Das teilte der Sender mit. Demnach räumte die Polizei ein, dass das Team der Sendung "Frontal 21" viel zu lange festgehalten worden sei.

Das ZDF habe nach eigenen Angaben in dem Gespräch betont, dass die bisherige Darstellung der Polizei zu den Abläufen nicht mit den Erkenntnissen aus dem ZDF-Filmmaterial übereinstimmt. Der Vorgang solle seitens der Polizei gründlich nachgearbeitet werden und die bisherige Darstellung entsprechend korrigiert werden.

Beide Seiten hätten sich dazu bekannt, dass die in den Neunzigerjahren von der Innenministerkonferenz und den Medien, darunter auch das ZDF, beschlossenen "Verhaltensgrundsätze für Presse/Rundfunk und Polizei" zu beachten sind. Danach ist es die Pflicht der Polizei, auch bei Demonstrationen die Medien bei ihrer Informationsgewinnung zu unterstützen.

Für das ZDF waren nach Angaben des Senders die Leiterin des ZDF-Magazins "Frontal 21", Ilka Brecht, der stellvertretende Justiziar Christoph Bach und der Reporter Arndt Ginzel der Einladung des Polizeipräsidenten gefolgt.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, "Sachsens Polizeipräsident" habe sich entschuldigt. Wir haben den Fehler korrigiert.

eth/dpa



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