Büro-Verlagerung: "Zeit" verzichtet auf Korrespondenten in Moskau und Istanbul
Trotz Rekordauflage: Die Wochenzeitung "Die Zeit" schließt zwei wichtige Büros. Sie streicht im Lauf des Jahres 2013 die Korrespondentenstellen in Moskau und Istanbul - und will sich verstärkt auf Lateinamerika und den Nahen Osten konzentrieren.
Hamburg - Die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" schließt ihre Korrespondentenbüros in Moskau und Istanbul. Dies sagte "Zeit"-Sprecherin Silvie Rundel am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte die "taz" darüber berichtet. Der Politik-Ressortleiter der "Zeit", Bernd Ulrich, kündigte in der "taz" an, die Redaktion werde im Gegenzug "dauerhaft in Lateinamerika und in der arabischen Welt vertreten sein". Zusätzliche Korrespondenten werde sich die Wochenzeitung aber nicht leisten.
"Das ist erst mal auf vier Jahre angelegt und der Versuch, Lateinamerika stärker ins Blatt zu rücken", erklärte Ulrich. In Brasilien findet 2014 Fußball-Weltmeisterschaft statt, 2016 folgen die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.
Das Büro für die arabische Welt werde in Kairo oder in Beirut angesiedelt. Die "Zeit" verkaufte sich mit im Schnitt knapp 514.000 Exemplaren pro Ausgabe im vierten Quartal 2012 so gut wie nie zuvor.
sha/dpa
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