Zeitungskrise "Abendzeitung" streicht drastisch Stellen

Text- und Bildredakteure, aber auch Grafiker: Bei der Münchner "Abendzeitung" müssen Mitarbeiter gehen. Ein Viertel der Stellen soll gestrichen werden. Grund: "wirtschaftliche Schwierigkeiten".

"Abendzeitung"-Chefredakteur Arno Makowsky: "Gewohnte Qualität" trotz Abbau?
DDP / Abendzeitung

"Abendzeitung"-Chefredakteur Arno Makowsky: "Gewohnte Qualität" trotz Abbau?


München - Die Redaktion der Münchner "Abendzeitung" steht vor einem erheblichen Stellenabbau. Wegen der "schwierigen wirtschaftlichen Situation" müssten in der Redaktion 22 von derzeit rund 80 Stellen abgebaut werden, teilte die Tageszeitung am Montag mit.

Betroffen davon seien sowohl die Text- und Bildredaktion als auch das Layout. Geschäftsführer Dieter Schmitt habe am Montagmorgen die Belegschaft über den Personalabbau informiert.

Das Münchner Boulevardblatt wird sich den Angaben zufolge künftig "noch mehr als bisher auf ihre größte Stärke, die Lokalberichterstattung aus München", konzentrieren.

Chefredakteur Arno Makowsky sagte, die "Abendzeitung" werde auch mit weniger Redakteuren als bisher "ein Produkt in der gewohnten journalistischen Qualität herausbringen". Dazu sei bereits ein neues redaktionelles Konzept entwickelt worden.

Schmitt sagte der Nachrichtenagentur ddp, Hintergrund der geplanten Entlassungen seien sowohl Anzeigen- als auch Vertriebsrückgänge. Mit dem Stellenabbau werde sofort begonnen.

dan/ddp



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