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10.04.2001
 

"Thirteen Days" in Kuba

Costner und Castro im Kino

Der amerikanische Filmschauspieler und Produzent Kevin Costner hat seinen Film "Thirteen Days" in Kuba vorgestellt. Mit Costner zusammen im Kino: Kubas Präsident Fidel Castro.

Kevin Costner reist nach Kuba
DPA

Kevin Costner reist nach Kuba

Havanna - "Der Präsident war die ganze Zeit sehr lebhaft", berichtete Costners Agent Stephen Rivers. "Er hat ständig Szenen und Leute, vor allem die amerikanischen Regierungsvertreter, kommentiert."

Die Aufführung fand im Revolutionspalast in Havanna statt. Außer Castro sahen sich noch weitere kubanische Regierungsmitglieder den Film an. Costner wurde von seiner Lebensgefährtin Christine Baumgartner nach Kuba begleitet. Nach der Filmvorführung habe es ein Dinner für Castro, Costner und die anderen Ehrengäste gegeben, das bis in die frühen Morgenstunden dauerte, berichtete Rivers.

Costner durfte nur mit einer Sondererlaubnis seiner Regierung nach Kuba reisen. Diese benötigen US-Bürger auf Grund des Embargos gegen den Iselstaat, das die US-Regierung 1962 verhängt hatte.

"Thirteen Days" spielt in eben diesen Tagen der Kuba-Krise im Oktober 1962. Die Stationierung sowjetischer Mittelstreckenraketen auf der Karibikinsel hätte - nach weit verbreiteter Auffassung - beinahe einen Dritten Weltkrieg provoziert. Die Kuba-Krise endete nach einer amerikanischen Seeblockade der Insel seinerzeit mit dem Abzug der Raketen - vom damaligen Sowjetführer Nikita Chruschtschow verfügte, ohne Castro zu konsultieren. Kennedy stimmte daraufhin im Gegenzug der Demontage westlicher Raketen in der Türkei zu. Dies wurde allerdings zunächst öffentlich nicht bekannt. Der sowjetische Rückzieher führte zu wütenden Protesten in Kuba.

Von den drei Hauptakteuren der Kuba-Krise, Kennedy, Castro und Chruschtschow, lebt heute nur noch der 73-jährige, kubanische Staats- und Parteichef.

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