New York - Angesichts endloser Kriegsberichtserstattung scheint ablenkender Spaß bei den Amerikanern ganz oben auf dem Kinoprogramm zu stehen. Wohl deshalb schaffte es der Cartoon-Film "Monsters, Inc." von Disney wieder an die Spitze der Kartenverkaufs-Rangliste. Nach Studioangaben spielte die animierte Komödie mit den Stimmen von Billy Crystal und John Goodman in der zweiten Woche 46,2 Millionen Dollar (101 Millionen Mark/51,64 Millionen Euro) ein.
Schon am Eröffnungswochenende hatte die "Monster AG" (so der deutsche Verleihtitel) 63,6 Millionen Dollar eingebracht und damit in den ersten zehn Tagen insgesamt einen Rekordumsatz von 122,8 Millionen eingebracht.
Schwer hatten es beim amerikanischen Publikum dagegen zwei Filme, die an diesem Wochenende landesweit anliefen. Die romantische Komödie "Shallow Hal" mit Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle schaffte es mit 23,3 Millionen Dollar Umsatz nur auf Platz zwei. Paltrow spielt im neuen Film der Brüder Peter und Bobby Farrelly ("Verrückt nach Mary") die Rolle einer 136 Kilo schweren jungen Frau, die vor allem durch "innere Schönheit" glänzt. Die entdeckt Hal (Jack Black). Aber erst, nachdem er eine Art Hypnose über sich ergehen lässt. Die schlanke Oscar-Gewinnerin Paltrow musste sich die Pfunde für die Rolle nicht extra anfuttern, sondern wurde in einen Spezialanzug gesteckt.
Trotz sehr guter Kritiken landete "The Heist" von Drehbuchautor David Mamet mit Gene Hackman in der Hauptrolle in der Gunst des Kinopublikums nur auf Platz fünf der US-Kinocharts. Der Film über einen professionellen Meisterdieb, dem bei einem Riesencoup ein gefährlicher Fehler unterläuft, spielte am Premierenwochenende nur magere acht Millionen Dollar ein.
Auf Platz drei rangiert der Thriller "The One" mit Jet Li (9,1 Millionen Dollar), Platz vier erreichte "Domestic Disturbance" mit John Travolta (8,5 Millionen Dollar).
Auch in Deutschland ist den Kinobesuchern das Lachen über Filmphantasien offenbar lieber als die Ernsthaftigkeit der Realität: Die neu gestartete Horrorparodie "Scary Movie 2" konnte am Wochenende die Spitze der deutschen Kinocharts erobern. Das Sequel, noch derber als der Vorgängerfilm, verdrängte den Terrorismus-Thriller "Passwort: Swordfish" mit John Travolta als Hauptdarsteller auf den zweiten Platz. Die scheinbar unverwüstliche Westernparodie "Der Schuh des Manitu", die sich in der Vorwoche wieder auf Platz zwei hochgehangelt hatte, fiel um eine Position auf Rang drei zurück.
Für den Film "Das Sams" nach dem Buch von Paul Maar reichte es noch zum vierten Platz (Vorwoche Rang drei). An die fünfte Stelle der deutschen Charts schaffte es noch einmal Baz Luhrmanns Musical "Moulin Rouge", das in der Vorwoche nicht mehr zu den Top 5 gehört hatte.
Wenn Sie keine Angst vor Monstern haben, können Sie hier den englischsprachigen Trailer zur "Monster AG" laden und dem Grauen direkt ins Auge schauen!
Und hier gibt's jede Menge weiterer Informationen zum Film "Monster AG"
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Kultur | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Kino | RSS |
| alles zum Thema Box Office | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH