New York/Hamburg - "Collateral Damage", der unter dem gleichen Titel am 21. Februar auch in die deutschen Kinos kommt, sollte eigentlich schon Anfang Oktober starten, war aber nach den Terroranschlägen vom 11. September von Warner Brothers zurückgestellt worden.
In dem Action-Thriller werden Frau und Sohn des Feuerwehrmanns Gordon Brewer (Schwarzenegger) vor dessen Augen zu Opfern eines blutigen Terroranschlags. Als die Ermittlungen nach den Hintermännern der Tat aus politischen Gründen gestoppt werden, nimmt Brewer das Gesetz selbst in die Hand und fliegt nach Kolumbien, um die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen. In der vergangenen Woche wurde der Film (Regie: Andrew Davis) wegen seiner angeblich arg klischeehaften Darstellung der kolumbianischen Bevölkerung scharf kritisiert.
Dennoch (oder vielleicht gerade wegen des Mini-Eklats im Vorwege) spielte "Collateral Damage" an seinem offiziellen Premierenwochenende in den USA und Kanada 15,2 Millionen Dollar (17,4 Millionen Euro) ein, wie erste Auswertungen vom Montag ergaben. Das Ergebnis wäre wohl noch besser gewesen, hätten die Olympischen Spiele nicht viele Filmfans an diesem Wochenende an ihren Fernseher gefesselt. Wegen der Spiele lagen die Einnahmen der Top-12-Filme in den USA und Kanada 22 Prozent unter denen des Vorjahreswochenendes. Schwarzenegger hatte 1997 zuletzt mit "Batman & Robin" an der Spitze der Charts gestanden.
Die ebenfalls neu gestartete Familienkomödie "Big Fat Liar" mit Frankie Muniz, der in den USA durch die Serie "Malcolm in the Middle" bekannt ist, landete mit einem Wochenendergebnis von 11,7 Millionen Dollar auf Platz zwei. In ihm gelingt es einem Teenager, sich gegen einen Hollywood-Produzenten durchzusetzen. Neu ist auch der Action-Thriller "Rollerball" mit Chris Klein, Jean Reno und dem Rapper LL Cool J in den führenden Rollen. John McTiernans Remake des Sci-Fi-Klassikers von 1975 (von Norman Jewison mit James Caan in der Hauptrolle) spielte allerdings nur neun Millionen Dollar ein und landete auf dem dritten Rang.
Ridley Scotts Kriegs-Drama "Black Hawk Down" musste sich nach drei Wochen an der Spitze dieses Mal mit Platz vier begnügen. Der Film über den US-Einsatz in Somalia 1993 setzte bisher 86,7 Millionen Dollar um. Die Disney-Komödie "Snow Dogs" fiel ebenfalls um drei Plätze auf Rang fünf.
In Deutschland konnte sich Disneys "Monster AG" nur eine Woche lang an der Spitze der Kinocharts behaupten. Der Animationsfilm von Pixar wurde am Wochenende von der neu gestarteten Action-Komödie "Rush Hour 2" abgelöst. Der Klamauk um das erfolgreiche Polizisten-Duo Jackie Chan und Chris Tucker, das sich in Hongkong mit einem Triaden-Boss herumschlägt, rangierte in der Publikumsgunst höher als die erfolgreichen Trick-Monster. Steven Soderberghs Gaunerkomödie "Ocean's Eleven" fiel um einen Rang auf Platz drei zurück.
Peter Jacksons "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" konnte den vierten Platz der Kinocharts behaupten. Mit dem fünften Rang musste sich Cameron Crowes Mystery-Drama "Vanilla Sky" begnügen.
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