Los Angeles - Man könnte es fast als späte Einsicht betrachten: Wann immer sich Arnold Schwarzenegger in der jüngeren Vergangenheit an Rollen versuchte, die nur ein Quäntchen mehr als das Minimal-Acting eines Actionhelden erforderten, erntete der inzwischen 54-jährige Exil-Österreicher zumeist gerechtfertigten Hohn und Spott. Ob "Twins", "Kindergarten Cop", "End Of Days" oder unlängst "Collateral Damage" - Schwarzeneggers Schauspiel-Versuche mit größeren Sprech-Rollen endeten meist nur in unfreiwilliger Komik.
Nur gut also, dass sich "Arnie" auf seine wahren Qualitäten zu besinnen scheint. Ab April steht der muskelbepackte Held mit der starren Mimik zum dritten Mal als "Terminator" vor der Kamera. Mit "Terminator 3: Rise Of The Machines" nimmt Schwarzenegger seine bekannteste Roboter-Rolle wieder auf. Mit einem Budget von 180 Millionen Dollar gilt der Actionfilm schon jetzt als eine der teuersten Produktionen aller Zeiten. Im Sommer 2003 soll das Cyborg-Spektakel unter der Regie von Jonathan Mostow in die US-Kinos kommen.
Aber auch danach soll es bewährter Manier weitergehen, wie das Magazin "E!Online" berichtet. Schwarzenegger will anscheinend in einer weiteren Cyborg-Rolle auf die Leinwand zurückkehren: Als schwarzgewandeter Wildwest-Gangster im Remake des Science-Fiction-Klassikers "Westworld" von 1973. Richard Benjamins beklemmender Thriller handelt von einem futuristischen Vergnügungspark, der von dienstbaren Entertainment-Robotern bevölkert wird. Ein technischer Defekt bringt die Cyborgs jedoch zum Ausrasten und verwandelt sie in Killer-Maschinen. Eine grandiose Persiflage auf seine Rolle in "Die glorreichen Sieben" lieferte damals Yul Brynner als eiskalter Cowboy-Cyborg ab. In seine Fußstapfen will nun offenbar Schwarzenegger treten.
Ebenfalls geplant ist ein weiterer "Conan"-Film. Die Rolle des Comic-Helden von Robert E. Howard schien 1982 wie maßgeschneidert für Schwarzenegger, der als muskelbepackter Barbar wortkarg durch eine vorzeitliche Fantasy-Landschaft stapfen und Gegnern gleich massenweise die Köpfe einhauen durfte. Unter der Regie von John Milius geriet das Spektakel zum Kassenerfolg und brachte dem damaligen "Mister Universum" Schwarzenegger den Durchbruch in Hollywood. 1984 spielte er unter Richard Fleischer ein zweites Mal den Conan, allerdings weitaus weniger erfolgreich. Im neuen "Conan" soll "Arnie" ein jüngerer Kämpfer zur Seite gestellt werden.
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