Los Angeles- "Memento"-Regisseur Christopher Nolan erhielt am Samstag die Auszeichnung für die beste Regie und das beste Drehbuch. Sein Film "Memento" erzählt die Suche eines Mannes (Guy Pearce) nach den Vergewaltigern und Mördern seiner Ehefrau. Da die Hauptfigur am Verlust ihres Kurzzeitgedächtnisses leidet, wird die Suche für den Protagonisten und die Zuschauer gleichermaßen zum Verwirrspiel. Die 4,5 Millionen-Dollar-Produktion war in Nordamerika ein Kinoerfolg und spielte 25 Millionen Dollar ein.
Die britischen Schauspieler Sissy Spacek und Tom Wilkinson wurden für ihre Hauptrollen in der Familientragödie "Im Schlafzimmer" geehrt. Beide Schauspieler gehören zu den Anwärtern auf einen Oscar, der am Sonntagabend vergeben werden sollte. Auch der Film selbst ist für einen Oscar nominiert.
Regisseur Todd Field feierte mit "Schlafzimmer" sein Kinofilmdebüt und wurde ebenfalls mit einem Independent-Award ausgezeichnet wurde. "Wenn man versucht, seinen ersten Kinofilm zu drehen, ist das wie eine Besteigung des Mount Everest mit ungefähr drei Lastwagen auf dem Rücken", sagte Todd bei der Preisverleihung in Santa Monica Beach.
Als beste ausländische Produktion wurde "Die fabelhafte Welt der Amélie" geehrt. Bei der Oscar-Verleihung könnte "Amélie" noch einmal prämiert werden: Die französische Produktion ist in fünf Kategorien nominiert.
Mit den Spirit Awards sollen Filme für Originalität, und provokativen Inhalt ausgezeichnet werden. Bei der Auswahl werden Produktionskosten und der Anteil der freien Finanzierung berücksichtigt. Die Preise werden von der Organisation der Filmleute (IFP) vergeben, die unabhängig von den Hollywood-Studios arbeiten.
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