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11.11.2002
 

Box Office

Eminems Achtmeilenstiefel

Trotz Altersbeschränkung stürmte "8 Mile", das altersbeschränkte Kino-Debüt des Rüpel-Rappers Eminem, mit einem beeindruckenden Einspiel-Ergebnis an die Spitze der US-Charts.

Rapper Eminem (l.) in "8Mile" (mit Brittany Murphy): Gute Kritiken und allgemeine Neugier
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Reuters

Rapper Eminem (l.) in "8Mile" (mit Brittany Murphy): Gute Kritiken und allgemeine Neugier

New York - Timing ist alles. Am Donnerstag vergangener Woche kletterte das Soundtrack-Album zu "8 Mile" an die Spitze der amerikanischen Charts, einen Tag später konnte man sich das Kino-Debüt des weißen Rappers Eminem auf der Leinwand ansehen. Das Resultat: Mit 54,5 Millionen Umsatz an seinem ersten Wochenende spielte der Film von Curtis Hanson ("L.A. Confidential") das zweitbeste Startergebnis eines mit der Altersbeschränkung "R" indizierten Streifens ein - nur "Hannibal" lockte im vergangenen Jahr mehr Zuschauer in einen Erwachsenen-Film.

Durchweg gute Kritiken und die allgemeine Neugier, wie sich Eminem (bürgerlich: Marshall Mathers III) als Schauspieler machen würde, sorgten offenbar für einen Run auf die Kinosäle. Allein am Freitag setzte "8 Mile" beeindruckende 20,9 Millionen Dollar um.

Der Film erzählt die Geschichte des weißen Rappers Jimmy Smith, genannt Rabbit, der ebenso wie Eminem in einem hoffnungslos heruntergekommenen Teil der Industriestadt Detroit aufwächst und davon träumt, einmal zum Rap-Star zu werden.

Auf den hinteren Plätzen blieb derweil fast alles beim Alten: Die Weihnachtskomödie "Santa Clause 2" wurde von "8 Mile" auf den zweiten Platz verdrängt, spielte aber mit 24,8 Millionen Dollar kaum weniger ein als an ihrem Startwochenende. Platz drei gab es für den Horror-Thriller "The Ring" (16,1 Millionen Dollar), der sich seit nunmehr vier Wochen in den Top 5 behauptet. Die Eddie-Murphy-Actionkomödie "I Spy" musste sich mit mageren 9 Millionen Dollar Umsatz begnügen und rutschte auf Rang vier, gefolgt von dem Kino-Klamauk "Jackass - The Movie", der in seiner dritten Woche nur noch 7,2 Millionen einspielen konnte.

Der zweite Neustart des Wochenendes versagte kläglich an der Kinokasse: "Femme Fatale", der neue Thriller von Brian DePalma (mit Antonio Banderas und Ex-Model Rebecca Romijn-Stamos) litt unter seinen schlechten Kritiken und landete mit 2,9 Millionen Dollar Umsatz nur auf Platz neun der Kino-Charts.

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