New York - Die Mutanten des "X-Men"-Teams haben am Wochenende auf allen Erdteilen die Kinos erobert. Die Fortsetzung des auf der Marvel-Comicreihe basierenden Actionfilms "X-Men" (2000) spielte nach vorläufigen Angaben der 20th Century Fox seit dem 1. Mai weltweit mehr als 155 Millionen Dollar ein (rund 139 Millionen Euro). Der Film war in 93 Ländern gleichzeitig gestartet.
Allein in den USA war "X-Men 2" auf 8000 Leinwänden gestartet und spielte satte 86 Millionen Dollar in die Kinokassen. Das Action-Spektakel um den Wolfsmenschen Wolverine (Hugh Jackman) und seine Mutanten-Kollegen schaffte damit zum Auftakt der Sommersaison im US-Kino das fünftbeste Wochenendergebnis aller Zeiten - hinter "Spider-Man", "Jurassic Park - The Lost World" und den beiden "Harry Potter"-Filmen. Auch in Deutschland strömten Fans des Comic-Abenteuers am Wochenende in Massen in die Kinos und bescherten dem verkürzt "X2" genannten Film den achtbesten deutschen Kinostart überhaupt.
Amerikanische Kritiker hatten "X-Men 2" zumeist wohlwollend besprochen und bescheinigten Regisseur Bryan Singer, den Überraschungserfolg des ersten Teils mit mehr Tempo und Witz, vor allem aber mit besseren Spezialeffekten übertroffen zu haben. Zum Erfolg trug aber auch die engagiert spielende Starbesetzung bei, allen voran die beiden Granden Patrick Stewart (Professor Xavier) und Ian McKellen (Magneto).
Allzu lange dürfen sich die Mutanten aber wohl nicht an der Spitze der Charts sonnen, denn die Konkurrenz ist schon im Anmarsch: "The Matrix Reloaded" könnte das beeindruckende Start-Ergebnis von "X-Men 2" noch in den Schatten stellen. Die Fortsetzung des Action-Meilensteins "The Matrix" (1999) startet in den USA in der kommenden Woche, in Deutschland am 22. Mai.
Auf dem zweiten Platz der nordamerikanischen Kinocharts startete die Adaption einer beliebten TV-Serie. "The Lizzie Maguire Movie" setzte 17 Millionen Dollar um. Der Spitzenreiter der Vorwoche, der Thriller "Identity" mit John Cusack und Ray Liotta, musste sich mit dem dritten Rang begnügen und spielte noch einmal 9,5 Millionen Dollar ein. Die Komödie "Anger Management" ("Die Wutprobe") mit Adam Sandler und Jack Nicholson, rutschte auf Rang vier mit 8,5 Millionen Dollar Umsatz, gefolgt von dem Familiendrama "Holes" (6,5 Millionen Dollar).
Auf den hinteren Plätzen der deutschen Kinocharts änderte sich ebenfalls wenig: Der schräge Geheimagent "Johnny English" alias Rowan Atkinson fiel von der bisherigen Spitzenposition auf Platz zwei zurück, während sich die Beziehungskomödie "Wie werde ich ihn los - in 10 Tagen?" auf der dritten Position behaupten konnte. Die Action-Produktion "Born 2 Die" (Original: "Cradle 2 The Grave"), in der sich Martial-Arts-Superstar Jet Li und Rapper DMX durch Gangsterbanden prügeln, sackte vom zweiten Platz auf Rang vier ab. Die deutsche Ostalgie-Komödie "Good Bye, Lenin!", Favorit für den Deutschen Filmpreis und mit rund fünf Millionen Zuschauern Publikumsrenner des Frühlings, hielt sich auf dem fünften Platz.
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