London - Wie seine Agentin Liz Nelson am Donnerstag in London mitteilte, erlag David Hemmings am Mittwoch nach Dreharbeiten zu einem neuen Film "Samantha's Child" in Rumänien einem Herzinfarkt. "Er hatte gerade seine letzten Aufnahmen des Tages absolviert und war auf dem Weg in seine Garderobe, als es passierte", sagte Nelson. Seine Ehefrau Lucy war laut Nelson mit ihm am Set.
Der am 18. November 1941 in Guildford, Surrey, geborene Brite machte schon im Alter von neun Jahren Karriere als Kinderstar. Der professionelle Sänger nahm diverse Platten auf, selbst Star-Komponist Benjamin Britten schrieb einige Songs für ihn. Mit 15 stellte er als Maler eigene Arbeiten aus, um 1950 herum wurde Hemmings wegen seines guten Aussehens für den Film entdeckt. In den sechziger Jahren spielte er in Filmen wie "Die schwarze 13" mit David Niven und "The Girl-Getters" von Michael Winner an der Seite von Oliver Reed. Mit den damaligen Kultfilmen "Blow Up" (1966) und "Barbarella" (1968) schaffte er dann den endgültigen Durchbruch in der internationalen Filmwelt.
Vor allem Michelangelo Antonionis "Blow Up", ein kunstvolles Porträt des "Swinging London", in dem Hemmings als Fotograf leicht bekleideter Models auftrat, machte den Briten unsterblich. Unvergessen bleibt auch seine Rolle in dem Katastrophen-Thriller "18 Stunden bis zur Ewigkeit" (1974) mit Richard Harris.
In den achtziger Jahren machte er sich als Regisseur und Produzent von Filmen und Fernsehserien wie "Magnum", "Das A-Team" und "Airwolf" einen Namen. Erst in den letzten Jahren gelang ihm das Comeback als Schauspieler. So stellte er in Ridley Scotts "Gladiator"-Film den Cassius dar, tauchte in Martin Scorseses "Gangs Of New York" auf und arbeitete zuletzt in "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" an der Seite von Sean Connery.
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