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04.02.2004
 

Dreharbeiten

"Lucky Luke wird saukomisch"

In Köln-Ossendorf haben die Dreharbeiten für die neue Real-Verfilmung des Comic-Klassikers "Lucky Luke" begonnen. Produzenten und Darsteller der deutsch-französischen Co-Produktion gaben sich am Set äußerst gut gelaunt. Westernheld Til Schweiger schwärmt von seiner "Traumrolle".

Schauspieler Schweiger als Lucky Luke: "Ich habe mich gerade erst dem Kostüm genähert"
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DPA

Schauspieler Schweiger als Lucky Luke: "Ich habe mich gerade erst dem Kostüm genähert"

Köln - Beim Pressetermin am Filmset in den MMC Studios in Köln-Ossendorf wirkte Schweiger, Hauptdarsteller in "Die Daltons vs. Lucky Luke" noch ziemlich steif und hölzern, als er in seiner neuen Westernmontur vor laufenden Fernsehkameras durch die Kulisse einer mexikanischen Hacienda stapfte.

"Ich habe mich gerade erst dem Kostüm genähert", sagte der 40-Jährige, der die Comics über den einsamen Cowboy schon als Kind gerne gelesen hat. "Das waren neben Asterix und Obelix die einzigen Comics, die bei uns zu Hause erlaubt waren", erzählte der Schauspieler, der "Lucky Luke" schon öfters als "Traumrolle" bezeichnet hat. "Als Kind habe ich Lucky Luke geliebt, der war der absolute Held für mich", sagte er.

Für die Fotografen zog er dann die Colts aus dem Lederhalfter - bis er allerdings wie sein Comic-Vorbild "schneller schießt als sein Schatten", wird er noch etwas Übung brauchen. Aber Schweiger verriet ohnehin sofort, "dass das alles am Computer gemacht wird".

Obwohl der Film eine Komödie wird, ist Schweigers Rolle eher die des kühlen Helden: "Er hält sich für den Obercoolsten", meint der Schauspieler, "das Comedy-Element bringen eher die Daltons in den Film."

Die Realverfilmung des Comic-Klassikers basiert auf einem Drehbuch, das die beiden Darsteller der Dalton-Brüder Joe und Averell - die französischen Komiker Erik Judor und Ramzy Bedia - maßgeblich mitgeschrieben haben. Es ist eine Mixtur aus den zahlreichen Comic-Abenteuern des Westernhelden, die der vor zwei Jahren verstorbene Zeichner Morris zu Papier gebracht hatte. 1946 hatte der Belgier seine berühmte Figur erfunden, später lieferte der ebenfalls verstorbene Asterix-Texter René Goscinny über lange Jahre hinweg die die Texte zu "Lucky Luke".

Schweiger inmitten der Dalton-Bande: "Er hält sich für den Obercoolsten"
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DPA

Schweiger inmitten der Dalton-Bande: "Er hält sich für den Obercoolsten"

Co-Produzent Alfred Hürmer sagte am Set, das Drehbuch von "Die Daltons vs. Lucky Luke" sei "viel komischer, als die Comics je waren". Und auch Schweiger meinte, der Film werde sicher "saukomisch". Während die Innenaufnahmen in den Kölner Studios gedreht werden, finden die Außenaufnahmen im spanischen Tabernas statt. Ende April sollen die Dreharbeiten abgeschlossen sein. Ende 2004 kommt der Film zunächst in Frankreich in die Kinos. Die Kosten für den Streifen belaufen sich auf 27 Millionen Euro; die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen fördert die Komödie des französischen Regisseurs Philippe Haim mit fast 1,9 Millionen Euro. "Das ist großartig angelegtes Geld", erklärte Michael Schmid-Ospach, Chef der Filmstiftung.

Alle Beteiligten betonten, der Streifen habe nichts mit der Verfilmung von und mit Terence Hill zu tun, der 1991 recht betulich Lucky Luke gemimt hatte. In dem neuen Film müssen die vier Daltons ihrer resoluten Ma beweisen, dass sie durchaus tüchtige Ganoven sind. Mit Hilfe eines mexikanischen Zauberhutes wollen die Bank von "Gulch City" überfallen. Am Ende schafft Lucky Luke die Ganoven natürlich - wie auch in den Comic-Abenteuern - wieder ins Gefängnis.

Die meisten aus den Comics bekannten Gestalten spielen in dem Film mit, auch der sprechende Mustang Jolly Jumper. Nach den Worten von Eric Judor ernährt er sich "natürlich von Rotwein und französischem Käse". Auch der vertrottelte Wachhund Rantanplan ist dabei, allerdings kommt er wohl erst ganz am Ende des Films zum Einsatz. "Ich hab ihn noch nicht kennen gelernt", sagte Schweiger.

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