Monty Pythons "Brian" ist ein Messias wider Willen. Was er auch tut, er kann sich der Anbetung Erlösungsbedürftiger nicht erwehren. Am Ende bringt ihn das ans Kreuz. Als der Film 1979 herauskam, löste er eine Kontroverse aus, den Komikern wurde Blasphemie vorgeworfen. Nur weil Beatle George Harrison für die Finanzierung einsprang, konnte der Film überhaupt fertig gestellt werden.
Auch heute noch wirkt der tiefschwarze Humor der englischen Anarcho-Komiker. Über Folterung und Kreuzigung werden böse Witze gerissen, etwa wenn ein römischer Legionär Schlange stehende Hinrichtungskandidaten instruiert: "Jeder nur ein Kreuz!".
Als Reaktion auf Mel Gibsons blutiges Religionsdrama "Die Passion Christi" will Rainbow Media, der britische Vertrieb, dem die Rechte an "Das Leben des Brian" gehören, den Film jetzt erneut in amerikanische Kinos bringen. Als "Gegengift gegen all die Hysterie um Mels Film", wie Rainbow-Präsident Henry Jaglom der BBC sagte.
Die noch lebenden Mitglieder der Komikertruppe hätten sich mit der Wiederbelebung zum 25.Geburtstag des Films einverstanden erklärt, sagte Jaglom. Auch zu Promotion-Arbeit für den Neustart seien die englischen Spaßmacher bereit. Alle seien der Meinung, dass "jetzt ein guter Zeitpunkt dafür ist", so Jaglom gegenüber der BBC.
Die Werbung für den Film wird direkt auf Gibsons Jesus-Film Bezug nehmen, mit Werbezeilen wie "Mel oder Monty?" und "Passion oder Python?". Trailer für den Film sollen bald wieder in US-Kinos zu sehen sein - ab Karfreitag.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Kultur | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Kino | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH