Los Angeles - Moores neuer Dokumentarfilm spielte allein am Freitag 8,2 bis 8,4 Millionen Dollar ein. Damit ist der neue Streifen des umtriebigen Bush-Gegners nicht nur erfolgreicher als alle anderen Filme, die am Freitag erstmals im Kino zu sehen waren. Sogar den eigenen Film "Bowling for Columbine" könnte Moore mit seinem neuen Werk übertreffen. Dieser galt bisher als erfolgreichste Kino-Dokumentation der USA.
Am Freitag sorgte nur die Komödie "White Chicks" der Wayans-Brüder für eine ähnliche Begeisterung. Sie spielte allerdings etwa 1,5 Millionen Dollar weniger ein als "Fahrenheit 9/11". Der Erfolg Moores ist umso erstaunlicher, als sein Film nur in 868 Kinos zu sehen war, "White Chicks" wurde in drei Mal so vielen Kinos gezeigt.
In "Fahrenheit 9/11" wirft Moore US-Präsident George W. Bush vor, Terrorwarnungen vor dem 11. September 2001 ignoriert zu haben. Später habe die Regierung dann die Terrorangst geschürt, um in der Öffentlichkeit Unterstützung für den Irak-Krieg zu erhalten. Der Film gewann im Mai die Goldene Palme in Cannes, spaltet aber die amerikanische Öffentlichkeit. Konservative politische Gruppen riefen zum Boykott der Kinos auf, in denen "Fahrenheit 9/11" zu sehen ist.
Auch bei US-Präsident Bush verfehlte der Film offenbar seine Wirkung nicht. Vor einem TV-Interview ließ er einer irischen Journalistin jede Frage zu "Fahrenheit 9/11" untersagen.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Kultur | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Kino | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH