Berlin - 211 Beiträge, darunter 45 Dokumentarfilme, 132 Spielfilme und 34 Werbespots wurden eingereicht, fünf Dokumentationen, 15 Spielfilme und drei Werbeclips wurden am Ende nominiert: ein opulentes Programm, das die Juroren von "First Steps 2004" zu absolvieren hatten. Es hat sich gelohnt: Wie auch in den letzten Jahren konnte der Wettbewerb auch diesmal für Abschlussfilme deutscher Hochschulen zahlreiche Entdeckungen in den Kategorien Kurz- und Animationsfilm, Spiefilm bis 60 Minuten und abendfüllender Spielfilm für sich verbuchen.
Bei der gestrigen Preisverleihung in Berlin gewann "Katze im Sack" von Florian Schwarz den mit 25.000 Euro dotierten Hauptpreis als bester abendfüllender Spielfilm. Als "Wundertüte der Möglichkeiten" lobte die Jury, der unter anderen Barbara Rudnik und Margarethe von Trotta angehören, den Beitrag des Ludwigsburger Filmabsolventen. Der Film präsentiert ein Ensemble melancholischer Existenzen, deren Wege sich in einer Karaoke-Bar in Leipzig kreuzen
Den Preis für den besten Spielfilm unter 60 Minuten erhielt Markus Mörth mit "Allerseelen", ein romantisches Drama, das die Begegnung zweier höchst ungleicher Charaktere einfängt. Als bester Dokumentarfilm wurde "Janine F." von Teresa Renn ausgezeichnet. Renns Abschlussarbeit für die Filmakademie Baden-Württemberg rekonstruiert das Leben einer jungen Frau , die sich im Dezember 2002 im Berliner Kunsthaus Tacheles zu Tode stürzte. Als bester Werbefilmbeitrag wurden Frieda Wittichs McDonald's-Spots "Keine Gegenfrage 1 bis 4" prämiert.
Mit dem mittlerweile fünften "First Steps Award" haben die Initiatoren Stefan Aust (SPIEGEL TV), Bernd Eichinger (Constantin Film) und Nico Hofmann (teamWorx/UFA) ein Forum exzellenter Nachwuchsfilme geschaffen, das mittlerweile als zukunftsweisend gilt. Tatsächlich haben die Preisträger und Nominierten der letzten Jahre inzwischen fast alle ihren zweiten oder dritten Film gedreht, so zum Beispiel Hans Weingartner, der mit seinem Debütfilm "Das weiße Rauschen" im Jahr 2001 bei den First Steps Awards gewann und dessen zweiter Film "Die fetten Jahre" es in den Hauptwettbewerb von Cannes schaffte.
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