Filmpreis
Julia Jentsch ist beste europäische Schauspielerin
Der Film "Caché" des österreichischen Regisseurs
Michael Haneke hat den Europäischen Filmpreis als bester Film des Jahres gewonnen. Julia Jentsch wurde in Berlin für ihre Rolle als Widerstandskämpferin Sophie Scholl ausgezeichnet.
AP
Schauspielerin Jentsch: Ausgezeichnet als beste europäische Schauspielerin 2005
"Caché" (Versteckt) gewann nicht nur in der Königskategorie "bester Film",
sondern wurde auch in vier weiteren Sparten geehrt. Haneke wurde als bester Regisseur
ausgezeichnet, Hauptdarsteller Daniel Auteuil als bester männlicher Schauspieler.
Zudem gab es Ehrungen für den besten Schnitt und den
Kritikerpreis. Der auch beim
Festival in Cannes preisgekrönte Film über verdrängte französische
Kolonialgeschichte in Algerien ist eine französisch-österreichisch-
deutsch-italienische Koproduktion.
Höhepunkt der Gala in Berlin war die Ehrung Sean Connerys, der mit dem Ehrenpreis für
sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Wim Wenders Film "Don't come
knocking" erhielt die Auszeichnung für die beste Kamera.
"Sophie Scholl - Die letzten Tage" erhielt auch den Publikumspreis: Regisseur Marc
Rothemund und Hauptdarstellerin Jentsch nahmen die Auszeichnung gemeinsam entgegen. Zum besten nicht-europäischen Film wurde George
Clooneys Film "Good night, and good luck" gekürt. Mit den
Auszeichnungen werden die besten Filme, Regisseure und Schauspieler
Europas geehrt.
Übersicht: Alle Preise
Bester Film: "Caché" (Versteckt)
von Michael Haneke
(Frankreich/Österreich/Deutschland/Italien)
Bester Regisseur: Michael Haneke (Österreich) für "Caché"
Beste Schauspielerin: Julia Jentsch (Deutschland)
in "Sophie Scholl - Die letzten Tage"
Bester Schauspieler: Daniel Auteuil (Frankreich)
in "Caché"
Europäischer Filmpreis für ein Lebenswerk: Schauspieler Sean Connery (Großbritannien)
Europäischer Filmpreis für einen Beitrag zum Weltkino: Komponist Maurice Jarre (Frankreich)
Bestes Drehbuch: Hany Abus-Assad (Holland/Palästina)
und Bero Beyer (Deutschland)
für "Paradise Now" (Holland/Israel/Deutschland/Frankreich)
Bester nichteuropäischer Film/Prix Screen International: "Good Night, And Good Luck" von George Clooney (USA)
Beste kamera: Franz Lustig (Deutschland)
für "Don't Come Knocking" von Wim Wenders
Bester Komponist: Rupert Gregson-Williams und Andrea Guerra
für "Hotel Ruanda"(Großbritannien/Südafrika/Italien)
Europäische Entdeckung - Fassbinder-Preis: "Anklaget" (Accused)
von Jakob Thuesen (Dänemark)
Preis der Filmkritik: "Caché" von Michael Haneke
Europäischer Dokumentarfilm Prix Arte: "Un dragon dans les eaux pures du caucase" (The Pipeline Next Door)
von Nino Kirtadzé (Frankreich)
Bestes Szenenbild: Aline Bonetto
für "Un long dimanche de fiancailles" (Frankreich)
Bester Schnitt: Michael Hudecek und Nadine Musey
für "Caché" (Frankreich/Österreich/Deutschland/Italien)
Bester Kurzfilm: "Undressing My Mother"
von Ken Wardrop (Irland)
Publikumspreis bester Regisseur: Marc Rothemund
für "Sophie Scholl" (Deutschland)
Publikumspreis bester Schauspieler: Orlando Bloom (Großbritannien)
in "Kingdom of Heaven"
Publikumspreis beste Schauspielerin: Julia Jentsch (Deutschland)
in "Sophie Scholl"
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