Das Gerangel um den neuen Bond-Darsteller hatte selbst schon den Charme einer Räuberpistole: Gerüchte kursierten, Ex-007-Stars wie Roger Moore und Sean Connery lancierten Namen, am Ende machte der kantige Daniel Craig das Rennen. Keine schlechte Wahl: Der 37-jährige Brite bewies unlängst im Terror-Drama "München", dass Action und nuanciertes Spiel durchaus zusammen passen.
Die Odyssee der Bond-Girl-Suche zog sich jedoch weiter hin; selbst als Anfang des Monats in Prag die Dreharbeiten zum neuen Spionage-Abenteuer begonnen, buhlten noch mehrere Darstellerinnen um die Rolle. Stars wie Thandie Newton, Rose Byrne und Rachel McAdams kamen zu Probeaufnahmen in die Londoner Pinewood Studios, um ihr Talent als Agentenbraut zu demonstrieren.
Die Wahl fiel nun überraschend auf eine Charaktermimin, die sich ähnlich wie Craig weniger durch modelhaftes Äußeres als durch überzeugendes Spiel bewährt hat: Eva Green, 25, war bereits letztes Jahr in Ridley Scotts Kreuzritter-Epos "Königreich der Himmel" zu sehen; ihr Leinwanddebüt gab sie 2003 in Bernardo Bertoluccis anspruchsvollem Drama "Die Träumer".
In "Casino Royale", der Filmadaption des ersten 007-Romans von Ian Fleming, wird sie die französische Doppelagentin Vesper Lynd verkörpern, die im Roman ein tragisches Ende nimmt. Ihr Gegenspieler wird der dänische Mad Mikkelsen, 40, sein, an den die Rolle des Bösewichts ging. In der Buchvorlage ist dies der russische KGB-Killer Le Chiffre, der sowohl im Kampf als auch am Spieltisch auf volles Risiko setzt. Auf der Leinwand wird er - zeitgemäß ideologisch promisk - Terroristen und Selbstmordattentäter finanzieren.
dan/dpa
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