Los Angeles - Die Organisation Global Language Monitor nimmt alljährlich die sprachlichen Trends in der amerikanischen Filmszene unter die Lupe. Heute kürte sie den Begriff "Brokeback" zum "Hollyword" 2006.
"Brokeback", kurz für Ang Lees schon vielfach ausgezeichneten Western "Brokeback Mountain", der am Sonntag bei der Oscar-Verleihung zum besten Film gewählt werden könnte, habe sich zum kulturellen Phänomen entwickelt, sagte Global-Language-Direktor Paul JJ Payack. Das zeigten schon die Vielzahl im Internet kursierender Witze über den Film und die 38 Millionen Treffer bei der Google-Suche. Und das, obwohl bisher nur zehn Millionen Amerikaner die Geschichte zweier schwuler Cowboys im Kino verfolgt hätten.
Platz zwei der Hollywood-Wörter des Jahres ging an Brad Pitt und Angelina Jolie und deren Namens-Amalgam "Brangelina", das die Boulevard-Presse für das Star-Pärchen erfand. Die auch privat verbandelten "Mr. & Mrs. Smith"-Darsteller machten das Rennen vor Tom Cruise und Freundin Katie Holmes aus ("TomKat"). Auch Brad Pitts Ex-Frau Jennifer Aniston zog mit ihrer neuen Liebe Vince Vaughn ("Vincifer") den Kürzeren.
Das drittbeliebteste Wort - "Petronoia" - wurde von Stephen Gaghans Polit-Thriller "Syriana" inspiriert. Es beschreibt die Angst vor einem Zusammenbruch der Öl-Industrie und der nachfolgenden weltweiten Wirtschaftskrise. Auf den vierten Platz wählten die Sprachforscher den Begriff "Tuxedo", eine Referenz an den Tierfilm "Die Reise der Pinguine".
Im letzten Jahr enthielt das Weinliebhaber-Drama "Sideways" das Hollywood-Wort des Jahres: "Pinot" war damals der Top-Begriff der Filmszene.
bor/reu/dpa
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