London – Es waren Action-Szenen wie man sie von James-Bond-Filmen kennt, nur diesmal waren sie echt und damit wirklich gefährlich. In den Pinewood-Studios, die etwa 30 Kilometer westlich von London liegen, brach heute inmitten der Kulissen für den neuen 007-Thriller ein Feuer aus. Mehrere Flaschen mit Gas explodierten, die Flammen waren noch in mehreren Kilometern Entfernung sichtbar. Straßen in der Nähe des Drehorts wurden kurzzeitig geschlossen, über den Gebäuden stieg dichter Rauch auf.
Die Feuerwehr rückte mit acht Einsatzfahrzeugen an, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Die Ursachen des Brands sind bisher nicht bekannt. Verletzt wurde niemand, und zum Glück ist auch der Starttermin neue James-Bond-Films "Casino Royale" von dem Feuer nicht betroffen, der 21. Bond ist bereits abgedreht und soll am 23. November anlaufen. Dennoch sind die Kulissen für immer dahin: "Ich würde sagen, das ganze Gebäude wurde von dem Feuer beschädigt. Es raucht immer noch ziemlich schlimm. Es war definitiv ein großes Feuer", sagte ein Sprecher des Buckinghamshire Feuer- und Rettungsdienstes.
Für die Dreharbeiten waren große Teile des Areals zu einer Nachbildung Venedigs geworden. ""Casino Royale" ist der erste Film um den Geheimagenten James Bond mit Daniel Craig in der Hauptrolle. Er tritt die Nachfolger von Pierce Brosnan an.
Das Feuer ist nicht der erste Unfall in den legendären Filmstudios, in denen unter anderem auch "Harry Potter" und "Superman" gedreht wurden. Als 1977 der James-Bond-Film "Der Spion, der mich liebte" entstand, brannte das Studio schon einmal nieder, weil mehrere Gasbehälter explodierten.
ase/AP/AFP/reuters
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