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27.11.2006
 

"Borat"-Nachfolger

"Bruno" plagt die Filmbosse

Kennen Sie Bruno, den schwulen Modefreak und Nachfolger von Borat? 2008 soll die neue Witzfigur von Sacha Baron Cohen über die Leinwand turnen - es sei denn, die Filmbosse kriegen kalte Füße.

Wäre doch gelacht, wenn wir nicht miverdienen können beim großen Ali-G-Klamauk - dachten sich die Chefs von Universal Pictures und zahlten Sacha Baron Cohen einen deftigen Vorschuss für seinen neuen Film "Bruno".

Komiker Cohen als Ali G: Millionen für die Witzfigur
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AP

Komiker Cohen als Ali G: Millionen für die Witzfigur

Der soll 2008 in die Kinos kommen und ähnlich wie die Cohen-Figur Borat das Doku-Genre schleifen. Statt eines sexbesessenen Kasachen wird der Komiker dann als schwuler Modefreak Bruno für Verwirrung sorgen.

Die Fox-Studios haben für das Kalkül ihrer Kollegen womöglich nur ein müdes Lächeln übrig: Zwar hat man mit "Borat" bislang über 100 Millionen Dollar am Box Office verdient, mit dem Nachfolgeprojekt sollen sich dennoch andere herumschlagen. Fazit: "Bruno" wird zu teuer.

Tatsächlich könnte Bruno, wie Borat eine Figur aus Cohens "Ali G-Show", neben Nervenkraft auch auch jede Menge Geld kosten: Bereits über Fox brach eine Flut von Klagen herein, vom versoffenen Collegestudenten bis zum rumänischen Dorf fühlen sich die Darsteller des Kasachenklamauks verunglimpft und verlangen finanzielle Entschädigung.

Für "Bruno" prophezeien Experten ein erhöhtes Risiko: "Wenn man so exponiert ist, stehen die Anwälte sofort auf der Matte", erklärte der Entertainment-Anwalt George Hedges der "Los Angeles Times".

Zum Advokaten-Stress kommt ein künstlerisches Problem: Cohens Berühmtheit verträgt sich schwer mit seinem Verfahren, als authentische Figur unbedarfte Mitspieler in groteske Situationen zu verwickeln. "Die Katze ist aus dem Sack", unkte Medienanwalt Edward D. Fagan, der zwei Rumänen im Rechtstreit gegen Cohen vertritt.

Ob für Cohen bei Geld der Spaß ebenfalls aufhört? Für den Komiker steht einiges auf dem Spiel: 25 Millionen Dollar hat Universal für die Vertriebsrechte von "Bruno" bezahlt; der Star und sein Produzent Jay Roach werden mit rund 17,5 Millionen Dollar entlohnt. Hinzu kommen 15 Prozent der Box-Office-Einnahmen.

Was würde Borat dazu sagen? "Nice!"

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