Los Angeles - Ein Gericht in Los Angeles hat die Klage der zwei Studenten gegen den "Borat"-Film abgelehnt. Die Studenten aus South Carolina hatten darauf geklagt, den Verkauf der DVD zu stoppen und eine Szene aus dem Film schneiden zu lassen. Die Filmemacher hätten sie ausgetrickst - nur deshalb kam es zu ihrer Mitwirkung an dem Film. Die beiden College-Studenten hatten behauptet, der Komödiant Sacha Baron Cohen habe sie absichtlich betrunken gemacht, damit sie eine Einverständniserklärung unterschreiben.
Richter Joseph Bidermann sah die Bedingungen für eine Einstweilige Verfügung eines Verkaufstopps aber nicht erfüllt. Er erklärte, dass er in dem Film keine stolpernden oder lallenden Menschen gesehen hätte. Außerdem konnten die Studenten nicht nachweisen, dass der Schaden nicht auch durch Geld wieder gutgemacht werden könne, berichtet die "Los Angeles Times". Ob den beiden Schadensersatz zusteht, muss in einer gesonderten Klage entschieden werden.
In einer Filmszene schauen sich die zwei Schnapsdrosseln zusammen mit Borat ein Sexvideo von Pamela Anderson an und machen dabei frauenfeindliche und rassistische Bemerkungen. Der dritte Mann, der ebenfalls in dieser Filmsequenz zu sehen ist, hatte sich der Klage nicht angeschlossen
Auf Schadensersatz in Höhe von umgerechnet 22,6 Millionen Euro klagen auch drei rumänische Dorfbewohner, die sich von Sacha Baron Cohen und seinem Film diffamiert fühlen. Allein in Nordamerika spielte Borat bislang rund 90 Millionen Euro ein.
kam/dpa
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