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24.01.2007
 

DVD-Streit

Kinos nehmen Fox-Filme aus dem Programm

Keine Entspannung im Streit um die DVD-Auswertung von Kinofilmen: Fast alle großen Kinoketten, darunter auch Cinemaxx und Cinestar, wollen zum Start der neuen Programmwoche drei Filme des US-Verleihers 20th Century Fox boykottieren.

Hamburg/Lübeck - Es ist eine veritable Drohung: Sollte es bis heute Abend keine Einigung über die Frist für die DVD-Verwertung von Kinofilmen geben, werden die Filme "Eragon", "Nachts im Museum" und "Rache ist sexy" ab morgen nicht mehr gespielt, sagte ein Sprecher der Kinokette Cinestar. Auch Marktführer Cinemaxx wird die Filme nicht mehr aufführen, sagte ein Sprecher.

Szene aus dem Kino-Erfolg "Nachts im Museum": Sechsmonatige Frist halbiert
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DPA

Szene aus dem Kino-Erfolg "Nachts im Museum": Sechsmonatige Frist halbiert

Eine rasche Einigung gilt allerdings als unwahrscheinlich. Hintergrund für den Protest der Kinos sind Pläne des Verleihers Fox, die betroffenen Filme bereits drei Monate nach dem Kinostart auf DVD zu vermarkten. Damit halbiere das Unternehmen die sonst übliche sechsmonatige Frist, heißt es in einer Mitteilung des Hauptverbands Deutscher Filmtheater (HDF). Das US-Unternehmen schwäche damit "ohne jede Rücksicht auf bestehende Marktgepflogenheiten die Kino- Auswertung im Bundesgebiet". Fox wollte die Pläne der Kinobetreiber am Mittwoch nicht kommentieren, sagte ein Sprecherin der dpa.

Die Betreiber seien bei den aktuellen Filmen vor vollendete Tatsachen gestellt worden, klagte Cinemaxx-Sprecher Arne Schmidt. "Wir empfinden das als schlechten Stil." Bereits vor eineinhalb Jahren habe Cinemaxx-Chef Hans-Joachim Flebbe angekündigt, Filme, die nach weniger als vier Monaten auf DVD erscheinen, nicht mehr zu spielen. Eine vertragliche Regelung für die Frist gibt es aber nicht.

Von einem Boykott wollte Schmidt nicht sprechen. Es gebe laufend Gespräche. Allerdings könnten die Betreiber in dieser Situation kaum auf die Verleihfirmen zugehen. Es sei "ärgerlich für uns und für unsere Besucher". Zudem bedeute der Verzicht auf Filme aus den Top-Ten der Kinocharts auch für die Kinos erhebliche Umsatzeinbußen, ergänzte Cinestar-Sprecher Thomas Schulz.

bor/dpa

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