Berlin - In acht Kategorien ist die Verfilmung von Patrick Süskinds Bestseller "Das Parfum" nominiert, darunter "Beste Regie", "Bestes Szenenbild", "Bestes Kostümbild" und "Beste Kamera/Bildgestaltung". Die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, die Schauspielerin Senta Berger, und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gaben heute im ZDF-"Morgenmagazin" die Nominierungen bekannt.
In der Kategorie "Bester Spielfilm" tritt "Das Parfum" gegen fünf weitere Filme an: den Berlinale-Beitrag "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky, "Vier Minuten" von Chris Kraus, "Wer früher stirbt ist länger tot" von Marcus H. Rosenmüller, "Emmas Glück" von Sven Taddicken und "Winterreise" von Hans Steinbichler.
In der Kategorie "Beste Regie" sind die Filme "Der freie Wille", "Vier Minuten" und "Wer früher stirbt, ist länger tot" im Rennen. Die Hauptdarstellerinnen des Films "Vier Minuten", Monika Bleibtreu und Hannah Herzsprung, sind beide in der Kategorie "Beste weibliche Hauptrolle" nominiert. Nachwuchstalent Herzsprung hat für ihre Rolle in "Das wahre Leben" außerdem Chancen auf einen Preis als beste Nebendarstellerin.
Als Hauptdarsteller sind zudem nominiert Jördis Triebel für "Emmas Glück", Josef Bierbichler für "Winterreise", Karl Markovics für "Die Fälscher" und Jürgen Vogel für "Der freie Wille". Als beste Nebendarstellerinnen gehen neben Herzsprung auch Barbara Auer ("Der Liebeswunsch") und Sabine Timoteo ("Ein Freund von mir") an den Start. Für die beste männliche Nebenrolle wurden Sylvester Groth ("Mein Führer"), Hinnerk Schönemann ("Emmas Glück") und Devid Striesow ("Die Fälscher") nominiert.
Bereits Mitte Januar hatte die Jury eine Vorauswahl getroffen. Danach galten "Das Parfum", "Emmas Glück", "Vier Minuten", "Wer früher stirbt, ist länger tot" und "Die Fälscher" mit gleich mehreren Vornominierungen als Favoriten. Der Film "Die Fälscher" etwa ist für das "Beste Drehbuch" und das "Beste Kostümbild" sowie zwei weitere Kategorien nominiert. Außerdem waren im Januar unter anderen "Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" und "Der freie Wille" im Rennen.
Mehr als 800 Mitglieder der Deutschen Filmakademie haben die Nominierten geheim gewählt; später werden sie auch die Gewinner auswählen. Insgesamt werden für den diesjährigen Deutschen Filmpreis 47 Filme in 15 Kategorien ins Rennen geschickt. Mit insgesamt 2,9 Millionen Euro ist er der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.
Die Trophäe, die goldene Lola, wird am 4. Mai in Berlin verliehen. Die Gala im Palais am Funkturm, zu der wieder das Who-is-Who der Filmbranche erwartet wird, wird erneut von Michael "Bully" Herbig moderiert.
Alle Nominierungen im Überblick finden Sie hier.
fba/ddp/dpa
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