Los Angeles/Hamburg - Nach "Die wilden Kerle 4" ist "Neues vom Wixxer" der zweite deutsche Film, dem in diesem Jahr der Sprung an die Chartspitze gelingt. Der in 593 Kinos gestartete Film kam laut "Blickpunkt: Film" nach ersten Schätzungen auf rund 250.000 Besucher, was allemal ausreichte, um die Musik-Komödie "Mitten ins Herz" vom ersten Platz zu verdrängen, aber nicht, um das Startergebnis des ersten Teils zu überbieten: "Der Wixxer" hatte im Frühjahr 2004 mit 423 Kopien rund 430.000 Zuschauer gekommen. Auch "Neues vom Wixxer" ist von den Comediens Bastian Pastewka, Oliver Kalkofe und Oliver Welke als satirische Hommage an die Edgar-Wallace-Filme der sechziger Jahre erdacht worden. Mit Joachim "Blacky" Fuchsberger spielt sogar einer der Dauerdarsteller von einst beim humorigen Remake mit.
Die romantische Komödie "Mitten ins Herz" (Originaltitel: "Music and Lyrics") mit Hugh Grant und Drew Barrymore lockte an ihrem zweiten Wochenende noch einmal rund 235.000 Kinogänger, womit sich der Film allmählich der Eine-Million-Besucher-Marke nähert. Eddie Murphys Komödie "Norbit" schlug sich an ihrem zweiten Wochenende ebenfalls gut und behauptete mit rund 220.000 Besuchern den dritten Platz. Den vierten Platz belegen "Die wilden Kerle 4" und "Rennschwein Rudi Rüssel 2" mit jeweils 65.000 Besuchern, gefolgt von "Pathfinder - Fährte des Kriegers". Marcus Nispels Wikinger-Massaker musste sich mit 55.000 Zuschauern zufrieden geben und lag damit knapp vor "Ghost Rider" Nicolas Cage, der es in der vierten Woche auf noch auf etwas mehr als 50.000 Zuschauer brachte. Das nach der Oscar-Verleihung vielfach wieder ins Programm genommene Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" konnte in der 52. Woche noch einmal 50.000 Besucher locken.
"Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht" mit Forest Whitaker als ugandischer Diktator Idi Amin schaffte es als zweiter Neustart der Woche auf knapp 50.000 Besucher - gemessen an der Kopienzahl (89) der beste Zuschauer-Schnitt in den Top Ten.
In den USA konnten sich die Spartaner in Zack Snyders Comic-Verfilmung "300" an der Spitze der Charts behaupten. Das blutige Gemetzel über den Kampf von 300 Spartanern gegen das übermächtige Heer von Perserkönig Xerxes setzte an seinem zweiten Wochenende weitere 31,2 Millionen Dollar (23,4 Millionen Euro) um. Seit dem Kino-Start vor einer Woche hat das wegen seiner Gewaltdarstellungen kontrovers diskutierte Schlachten-Epos insgesamt 127,5 Millionen Dollar umgesetzt und damit die Erwartungen von Hollywood-Insidern bereits mehrfach übertroffen. Die Regierung in Teheran hatte die Hollywood-Produktion, eine Adaption des Kultcomics von Frank Miller, als "anti-iranisch" verurteilt. Am 5. April läuft "300" auch in Deutschland an.
Ähnlich erfolgreich ist die Biker-Komödie "Wild Hogs" (deutscher Titel: "Born to be wild - Saumäßig unterwegs" mit John Travolta, Tim Allen und Martin Lawrence in den Hauptrollen. Der Slapstick-Spaß landete mit 18,8 Millionen Dollar auf dem zweiten Platz, insgesamt setzten die Disney-Produktion bereits über 100 Millionen Dollar um. Ab dem 19. April geben die "wilden Eber" auch in Deutschland Gas.
Auf dem dritten Platz landete der neu gestartete Thriller "Premonition" mit Sandra Bullock. Der von US-Kritikern nur mit mäßigem Lob versehene Film des deutsch-türkischen Regisseurs Mennan Yapo setzte immerhin 18 Millionen Dollar um.
Der ebenfalls neu gestartete Horror-Thriller "Dead Silence" über eine mörderische Bauchredner-Puppe platzierte sich mit 7,8 Millionen Dollar Umsatz nur auf Rang vier, obwohl die Saw"-Macher James Wan und Leigh Whannell hinter dem brutalen Schocker stecken. Die romantische Komödie "I think I Love My Wife" mit Chris Rock in der Hauptrolle des gelangweilten Ehemanns der sich zu einer verführerischen Frau (Kerry Washington) hingezogen fühlt, landete mit 5,7 Millionen Dollar Startumsatz auf Platz fünf.
Trotz eines Schneesturms an der Nordostküste der USA und den traditionell feuchtfröhlichen Feiern zum St. Patrick's Day am Samstag waren die Kinos gut besucht: Die Top 12 der Charts setzten rund 102 Millionen Dollar ein; knapp zehn Prozent mehr als am Vorjahres-Wochenende.
bor/AP/dpa
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