Buck: Das ist Quark und stimmt so nicht. Heidi Mahler sieht das wohl auch so, sonst wäre sie nicht zur Premiere gekommen und hätte nicht nochmals gesagt, wie wohl sich ihre Mutter an diesem Tag gefühlt hat.
SPIEGEL ONLINE: Warum haben Sie Heidi Kabel, die eigentlich zurückgezogen im Altersheim lebt, für den Film engagiert?
Buck: Wir brauchten Freundinnen von Oma Dolly und auch noch die Generation davor, und so viele Schauspielerinnen dieses Alters gibt es nicht. Außerdem habe ich auch Spaß daran, Menschen für Rollen zu besetzen, die nicht so häufig vor der Kamera stehen.
SPIEGEL ONLINE: Das trifft aber nicht zu für die Hauptdarsteller Katharina Thalbach und Christoph Maria Herbst, der den böse Yuppie spielt.
Buck: Nicht viele Schauspielerinnen können unkonventionell und glaubwürdig Omas darstellen. Und Christoph Maria Herbst kann sehr gut mit Kindern zusammen spielen, er hat ein sehr gutes Timing. Das liegt daran, dass er sehr lange Kindertheater gemacht hat. Man muss Spaß daran haben, mit Kindern zusammen zu arbeiten, ansonsten ist es nämlich eine Katastrophe.
SPIEGEL ONLINE: Sie selbst nennen "Hände weg von Mississippi" einen Western. Wie kommen Sie darauf?
Buck: Pferd, Landschaft und Countrymusik von Bosshoss. Im Western gibt es Gut und Böse, ein Wort ist ein Wort, und eine Beleidigung führt, wie am Ende des Films, zu einer zünftigen Schlägerei. Aber das ist nicht nur im Western so, sondern manchmal auch im richtigen Dorfleben.
Das Interview führte Bettina Hohmann
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