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16.04.2007
 

Box Office

Nachwuchs-Star unter Beobachtung

Newcomer auf Erfolgskurs: Shia LaBeouf spielt die Hauptrolle in "Disturbia" und stürmte mit dem Voyeurismus-Thriller an die Spitze der amerikanischen Kinocharts. In Deutschland besann man sich auf Altbewährtes: Mr. Bean lockte mehr Zuschauer als Oliver Pochers "Vollidiot".

Hamburg/Los Angeles - Er hat eine Glückssträhne, der erst 21-jährige Schauspieler mit dem unaussprechlichen Namen Shia LaBeouf: Erst verpflichtete Steven Spielberg den Jungstar für eine größere Rolle an der Seite Harrison Fords in "Indiana Jones 4", und jetzt landete er mit seiner ersten Hauptrolle gleich einen Kassenerfolg, der sich am vergangenen Wochenende gegen fünf weitere Neustarts durchsetzen konnte: In "Disturbia" spielt LaBeouf einen Vorstadt-Teenager, der unter Hausarrest steht und sich nach ein paar Tagen akribischer Beobachtung sicher ist, dass der Nachbar ein Serienkiller ist. Die neuzeitliche "Fenster zum Hof"-Variante von TV-Regisseur D.J. Caruso ("The Shield") setzte in 2925 Kinos 23 Millionen Dollar um.

Newcomer Shia LaBeouf in "Disturbia": "Fenster zum Hof" im Vorort
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AP

Newcomer Shia LaBeouf in "Disturbia": "Fenster zum Hof" im Vorort

Platz zwei belegt der Vorwochenspitzenreiter "Blades of Glory" mit 14,1 Millionen Dollar Umsatz, damit brachte die Komödie mit Will Ferrell ihr Gesamteinspielergebnis am dritten Wochenende auf 90,2 Millionen Dollar. Auf Rang drei folgt Disneys animierte Familienkomödie "Meet the Robinsons" mit 12,1 Millionen Dollar.

Als zweiter Neustart platzierte sich der Thriller "Perfect Stranger" auf dem vierten Platz. Der in immerhin 2661 Kinos angelaufene Krimi mit Bruce Willis und Halle Berry setzte lediglich 11,5 Millionen Dollar - ein mageres Ergebnis für das Star-Doppel.

Ice Cubes Komödie "Are we Done Yet?" hält sich mit 9,2 Millionen Dollar auf Platz fünf, dafür floppte Marcus Nispels Wikinger-Gemetzel "Pathfinder", gestartet in 1720 Kinos, mit 4,8 Millionen Dollar Startumsatz. "300" hingegen, nicht minder gewalttätig, passierte an seinem sechsten Wochenende als erster Film des Jahres die 200-Millionen-Dollar-Marke.

Weniger Glück hatten die befreundeten Regisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez: Für ihr knapp dreistündiges Double Feature "Grindhouse" ging es nach dem schlechten Start in der Vorwoche rasant bergab. 63 Prozent vom Umsatz der Vorwoche büßte die Hommage an die Exploitation-Filme der fünfziger Jahre ab - und landete mit 4,2 Millionen Dollar auf Platz zehn. Insgesamt spielten die Filme in den Top Ten 92,4 Millionen Dollar ein, das sind 14 Prozent weniger als am Verlgeichs-Wochenende vor einem Jahr.

In Deutschland kam es zum Duell zwischen bewährter Komik und nassforschem Newcomer-Charme - und die Tradition obsiegte: "Mr. Bean macht Ferien" mit Komiker Rowan Atkinson übernahm die Spitze der deutschen Kinocharts von "300". Mit den 280.000 Besuchern vom Wochenende lockte Mr. Bean in drei Wochen bereits 2,5 Millionen Kinogänger und ist damit der bisher erfolgreichste Film des Jahres.

Für Zack Synders Spartaner-Massaker ging es steil bergab: Laut "Blickpunkt Film" büßte der Film 60 Prozent seiner Vorwochen-Besucherzahl ein und lockte nur noch 210.000 Zuschauer.

Fast wäre er noch von Oliver Pochers "Vollidiot" eingeholt worden, der bei 507 Kopien 180.000 Zuschauer in die Kinos zog. Bei einem Schnitt von 350 Besuchern pro Kopie kann man angesichts des Sommerwetters nicht meckern, aber um Mr. Bean das Wasser zu reichen, dafür hat der umstrittene Media-Markt-Star Pocher anscheinend noch nicht das Zeug.

"Die wilden Hühner und die Liebe" kamen am zweiten Wochenende mit rund 120.000 Besuchern gut über die Runden, einen Fehlstart erwischte jedoch auch hierzulande der Thriller "Perfect Stranger" (deutsch: "Verführung einer Fremden"), der in 388 Kinos trotz Bruce Willis und Halle Berry lediglich von rund 75.000 Zuschauern gesehen wurde.

Einen noch mieseren Start hatten die Teenage Mutant Ninja Turtles: Während "TMNT" in den USA zumindest kurzzeitig auf Platz eins geschossen war, schaffte das in 203 Kinos gestartete CGI-Abenteuer in Deutschland mit 20.000 Besuchern gerade einmal Platz elf. Das Apartheids-Drama "Goodbye Bafana" kam mit 96 Kopien auf 12.000 Zuschauer. Und "Robert Altman's Last Radio Show" musste sich in 36 Kinos mit 10.000 Besuchern begnügen.

Insgesamt wurden, wie bei dem Wetter zu erwarten war, in Deutschland am vergangenen Wochenende 1,2 Mio. Kinogänger gezählt.

bor/AP

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