Beverly Hills/New York - Der deutsche Nachwuchsregisseur Toke Constantin Hebbeln hat für seinen Film «Nimmermeer» den Studenten-Oscar erhalten. Der 28 Jahre alte Student der Filmakademie Baden-Württemberg erhielt den Preis in der Kategorie Bester ausländischer Film. Das teilte die Oscar-Akademie in Beverly Hills am Donnerstag mit. Insgesamt waren fünf Bewerber in die Endrunde gekommen, vier davon aus Deutschland.
Hebbeln erzählt in "Nimmermeer" eine märchenhafte Geschichte um das Erwachsenwerden und die Macht der Träume. Für die 60-minütige Produktion hatte der Regisseur bereits mehrere Preise erhalten unter anderem den Förderpreis für Nachwuchstalente und den Förderpreis Deutscher Film.
Toke Constantin Hebbeln wurde 1978 in Itzehoe in Schleswig-Holstein geboren. Nach dem Abitur leistete er seinen Zivildienst in England ab, bevor er das Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Freiburg begann. Später studierte er an der Humboldt-Universität in Berlin. Hebbelns erster Film "Der ewige Tag" (2002) wurde weltweit auf etwa 30 Festivals gezeigt und unter anderem mit dem Hans-Hoch-Filmpreis 2004 ausgezeichnet.
Es folgten Auftragsproduktionen, Werbespots und Kurzfilme wie "Der Knaller", der den Art-On-Kunstförderpreis 2003 in Frankfurt am Main erhielt, sowie "Glückliche Tage". Hebbelns vor vier Jahren gedrehter Kurzfilm "Er und Es" wurde von der Filmbewertungsstelle als "Besonders Wertvoll" eingestuft und im Dezember 2004 vom Fernsehsender XXP ausgestrahlt.
In Ludwigsburg bei Stuttgart studiert Hebbeln seit fünf Jahren an der Filmakademie im Fach Regie/szenischer Film. Dort entstand sein nun preisgekrönter Streifen "Nimmermeer". Derzeit arbeitet der 28-Jährige an seinem Diplomprojekt "Der Parasit".
Der Studenten-Oscar wird in vier Kategorien an US-Nachwuchsfilmer sowie in der Auslandskategorie vergeben. Die Preisträger nehmen gemeinsam an einem einwöchigen Programm in Hollywood teil, das mit der Preisverleihung endet. Im Jahr 2000 gehörte der deutsche Regisseur Florian Gallenberger mit seinem Kurzfilm "Quiero Ser" zu den Preisträgern.
Die Auszeichnung für Hebbeln gilt nach dem Gewinn des Oscars durch Florian Henckel von Donnersmarck für seinen Film "Das Leben der Anderen" als eine weitere Ermutigung für den Deutschen Film. Weitere Kandidaten der Endrunde waren Michael Dreher und Michaela Kezele von der Filmhochschule München und Marc Brummund von der Hamburg Media School.
Der Preis wird am 9. Juni in Los Angeles vergeben.
van/dpa
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