Mittwoch, 10. Februar 2010

Kultur



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07.01.2008
 

Streikbruch

Cruise bietet US-Autoren Deal an

Rettung für viele Filmprojekte: Hollywoodstar Tom Cruise und sein Studio United Artists einigten sich mit den streikenden Drehbuchautoren auf eine Sonderlösung. Insider vermuten in den Einzelabsprachen eine neue Strategie der Schreiber, um die mächtigen Produzenten zu schwächen.

Los Angeles - Das von Hollywoodstar Tom Cruise geführte Filmstudio United Artists hat sich mit den streikenden US-Drehbuchautoren auf einen vorläufigen Deal geeinigt. Seit Beginn des Autorenstreiks in Hollywood Anfang November hätten die Schreiber damit erstmals wieder grünes Licht, ihre Arbeit bei United Artist wieder aufzunehmen.

Filmstar Cruise: Sonderlösung für streikende Autoren
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AP

Filmstar Cruise: Sonderlösung für streikende Autoren

Auch Starmoderator David Letterman ("Late Show with David Letterman") hatte eine erste Sonderregelung für seine Produktionsfirma mit dem Autorenverband Writers Guild of America (WGA) ausgehandelt. Der Interimsvertrag zwischen der WAG und United Artists soll sich an den Letterman-Deal anlehnen, berichtet das Branchenblatt "Variety".

Die Autoren verlangen eine bessere Vergütung für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten auf DVD und im Internet. Neben dem Fernsehen sind auch viele Filmprojekte betroffen.

Einzelheiten über die Verhandlungen zwischen United Artists und der WGA wurden zunächst noch nicht bekannt. Die Produktionsfirma, die seit 2006 von Cruise und Partnern geführt wird, ist eine Tochter des großen MGM-Studios. Hollywood-Insider werten es als eine neue Strategie der Autoren, mit einzelnen Firmen zu verhandeln und damit ihre Gegner, den mächtigen Verband der Film- und Fernsehproduzenten, zu schwächen.

United Artists produziert unter anderem den Stauffenberg-Film "Valkyrie" mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Für das hauseigene Filmprojekt "Pinkville" von Oliver Stone kommt die Vereinbarung jedoch zu spät: Bruce Willis, für die Hauptrolle geplant, hat inzwischen ein neues Projekt - der Streik kostete dem "Pinkville"-Drehbuch den letzten Feinschliff.

Wegen des Streiks steht die Golden-Globes-Gala am 13. Januar immer noch zur Debatte. Die veranstaltende Hollywood Foreign Press versucht, den Sender NBC dafür zu gewinnen, die Gala auszustrahlen - obwohl der sich dagegen entschieden hat. Die Schauspielergewerkschaft Screen Actors Association hatte ihre Mitglieder aufgefordert, der Gala aus Solidarität mit den streikenden Autoren fernzubleiben - eine Awards-Show ohne Stars - ein trauriges Spektakel.

lw/dpa

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