Von Martin Wolf, Cannes
Cannes - Bei der lange erwarteten ersten Vorführung von Steven Spielbergs neuem Filmspektakel "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" bei den 61. Internationalen Filmfestspielen in Cannes gab es frenetischen Applaus - vor Filmbeginn.
Hinterher waren die Reaktionen der Journalisten deutlich verhaltener. "Kein Desaster, aber wirklich kein Meisterwerk", lautete der Kommentar vieler Kritiker. Die feierliche Gala-Premiere des Films findet am Sonntagabend an der Croisette statt, in Anwesenheit von Spielberg, Produzent George Lucas und der Hauptdarsteller Harrison Ford, Cate Blanchett, Shia LaBeouf und Karen Allen.
Das vierte Abenteuer über den Archäologen Indiana Jones (Harrison Ford), 19 Jahre nach dem letzten Film der Action-Reihe, war vorab zum Kinoereignis des Jahres hochgejubelt worden - auch dank der strikten Geheimniskrämerei von Regisseur Spielberg. Daran gemessen, ist der Film eine Enttäuschung.
Im neuen Indiana-Jones-Spektaktel, das im Jahr 1957 spielt, muss sich der Held mit bösen Sowjetrussen herumschlagen, angeführt von der schönen Irina Spalko (Cate Blanchett). Doch bald muss sich Jones einer größeren Macht stellen: Außerirdischen. Die Geschichte führt Jones und den jungen Mutt (Shia LaBeouf), von dem sich bald herausstellt, dass er Indys Sohn ist, nach Südamerika.
Auf der Suche nach einem geheimnisvollen Kristallschädel, offenbar der Kopf eines Aliens, überstehen sie zahllose Verfolgungsjagden durch Dschungel und staubige Tempelruinen. Die Spezialeffekte, vor allem in den letzten 30 Minuten, erinnern dabei verdächtig an Bilder aus Spielbergs Science-Fiction-Filmen "Unheimliche Begegnung der dritten Art" und "E.T. - Der Außerirdische".
Im Alter von 61 Jahren scheint Spielberg offenbar einige seiner größten kommerziellen Erfolge kombinieren zu wollen - mit durchwachsenem Ergebnis. "Ich war von allen Beteiligten derjenige, der am schwersten zu überzeugen war, einen vierten Indiana-Jones-Film zu machen", sagte Spielberg bei der Pressekonferenz in Cannes.
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ich hingegen war von der platten Geschichte und dem hanebüchenen Ende eher ernüchtert. Steven Spielberg scheint ein nicht überwundenes Alien-Trauma zu haben. Jeder zweite Film hat offenbar was mit Außerirdischen zu tun. Dies mit [...] mehr...
Ich habe den Film gestern gesehen (mit sehr hohen Erwartungen und großer Vorfreude, ich war kurz davor gewesen, mir nur für dieses Event einen Indy-Hut zu kaufen), und ich kann mich als Resümee der im SPIEGEL-Artikel zitierten [...] mehr...
Nachdem ihm hier die Leser seinen Indie-Bericht kräftig um die Ohren gehauen haben, hat Martin Wolf offenkundig Buße getan, den "Nimm den Hut"-Verriss erst mit Spoiler-Warnung versehen und dann in den Tiefen des [...] mehr...
Film gesehen, enttäuscht. Die Story verkommt zu einer albernen Schnitzeljagd mit actiongeladenen Verfolgungjagden auf allerlei Gefährt (was bis zu einem gewissen Grad noch unterhaltsam ist) die Nebencharaktere werden lieblos ein- [...] mehr...
Ich befürchte, dass Indi Jr., in Gestalt des Transformers Stars Shia LaBeouf, mehr ist als nur der Versuch die Judend zu gewinnen. Als Indi's Sohn bietet er jetzt natürlich die Möglichkeit in Zukunft weitere Actionabenteuer zu [...] mehr...
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