Von Jörg Böckem
Dr. Frasier Crane hat es nicht leicht – der Psychiater, gerade frisch geschieden, hat seine Praxis aufgegeben und ist von Chicago zurück in seine Heimat Seattle gezogen, wo er einen Job als Telefonberater in einer Radiosendung übernommen hat. Doch der geplante Neuanfang gestaltet sich schwieriger als erwartet: Die stilvoll orchestrierten Verabredungen des verbildeten und eitlen Snobs gehen in der Regel spektakulär schief, und dass sein Vater, ein bodenständiger, griesgrämiger Polizist, nach einer Schussverletzung im Vorruhestand, samt Hund und spinnerter Pflegerin bei ihm einzieht, macht sein Leben auch nicht unbedingt unkomplizierter.
Frasier, die Serie, hatte es ebenfalls nie leicht in Deutschland. Die überragende Sitcom wurde meist unter Ausschluss des großen Publikum versendet und jahrelang im Spätprogramm versteckt – eine Art kostbares Kleinod für Spätheimkehrer und Bettflüchtige. Alle anderen kommen jetzt zum Zuge – kürzlich ist endlich die erste Staffel auf DVD erschienen, Ende Januar folgt die zweite.
Der kongeniale Ableger des TV-Klassikers "Cheers", gehört trotz des nervigen Konservengelächter im Off zu den absoluten Höhepunkten der an Qualität nicht armen US-Serienkultur: wunderbar kauzige Charaktere, die man trotz – oder wegen – all ihrer Macken und Störungen einfach mögen muss, dargestellt von großartigen Schauspielern sowie originelle Drehbücher, voll klugem, feinem Witz, die ihre Protagonisten ernst nehmen und nie der Lächerlichkeit preisgegeben.
Heimlicher Held der Serie ist Frasiers kultivierter und blitzgescheiter, aber auch zwanghafter, hasenfüßiger und von seiner Frau unterdrückter Psychoanalytiker-Bruder Niles. Den beiden liebenswerten, blasierten Schnöseln bei ihren spitzfindigen Wortduellen zuzuhören und mitzuerleben, wie sie immer wieder an sich selbst, der Welt, dem alltäglichen Wahnwitz und den Unzulänglichkeiten der Menschen scheitern, ist ebenso hochkomisch wie anrührend und kann uns mit dem eigenen Schicksal im Besonderen und dem TV-Programm im Allgemeinen versöhnen. Eine DVD-Box, die unter Marcel Reich-Ranickis Weihnachtsbaum liegen sollte!
Leider wurde an den Extras gespart: Es gibt keine. Ein wenig vermag der englische Originalton über die lieblose Ausstattung hinwegzutrösten – als Rat suchende Anrufer sind Stars wie Mel Brooks oder Linda Hamilton zu hören.
DVD "Frasier – Die komplette erste Season", 4 DVDs (Paramount Home).
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sat1 hat gar nicht alle staffeln von becker ausgestrahlt... die serie lief 6 jahren, also 6 staffel, glaube ich, in usa, davon hat sat1 3 oder 4 gezeigt. außerdem, haben sie die folgen, die sie gekauft haben, [...] mehr...
Kleiner Tip, wer seine Programme über das zukunftssichere Satellitenfernsehen empfängt, der kann jetzt auf "Anixe SD" beide Sendungen täglich empfangen, sogar in 16:9 Format. Der Sender bietet die Serien ebenfalls [...] mehr...
Allein schon der Sessel - göttlich ;-) mehr...
Das hier ist auch schön: http://www.youtube.com/watch?v=Bdhk-_-_sGw mehr...
Merci vielmals ! mehr...
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