Hamburg - In der US-Serie "Fantasy Island" konnte er auf magische Weise Wünsche erfüllen. In "Star Trek" spielte er den Sektenführer Khan Noonien Singh, der Captain Kirk beinahe in den Wahnsinn trieb. Ricardo Montalban, geboren 1920 in Mexiko-Stadt, war eine Größe, vor allem der Popcorn-Unterhaltung, auch wenn seine Rollen oft klein waren.
Die amerikanische Fernseh- und Kinobranche brauchte ihn als ethnischen Darsteller. Er spielte Araber und Griechen, in "Sayonara" (1957) war er ein Japaner an der Seite von Marlon Brando, im Western "How the West Was Won" (1978) spielte er einen Indianer.
Montalban musste nicht nur Klischees verkörpern, in seinem Heimatland Mexiko galt er als Charaktermime und spielte Hauptrollen in spanischsprachigen Filmen wie "La Fuga" (The Flight, 1944) und "Nosotros" (We, 1945).
In Amerika gehörte er ab den Fünzigern zum festen Personal der TV-Darsteller, ob in der Westernreihe "The Virginian" oder im Ärztedrama "Dr. Kildare". Die Filmfabrik schätzte ihn als elegant-ulkigen Schurken, so zu sehen in "Die nackte Kanone" (1988).
Die Fixierung Hollywoods auf ethnische Stereotypen machte Montalban zum Thema eines umfassenden Engagements: Er gründete Nosotros, eine Institution, die hispanische Filmschaffende in den USA unterstützt.
Der Schauspieler starb am Mittwoch im Alter von 88 Jahren.
dan
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