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20.01.2009
 

Europapremiere

Cruise stellt "Operation Walküre" in Berlin vor

Der Stauffenberg-Film "Operation Walküre" hat in Berlin seine Europapremiere gefeiert. Hauptdarsteller Tom Cruise kam schon eine Dreiviertelstunde vor Filmbeginn auf den roten Teppich und gab Autogramme.

Berlin - Star-Aufgebot am Potsdamer Platz in Berlin: Neben Tom Cruise kamen weitere Darsteller aus dem Film, darunter Carice van Houten, Christian Berkel und Thomas Kretschmann. Einige hundert Schaulustige hatten vor dem Theater auf die Stars gewartet - und wurden belohnt: Trotz der Kälte ließ Cruise es sich nicht nehmen, mehr als eine Stunde lang Autogramme und Interviews zu geben. "Ich halte ganz gut durch", sagte der 46-Jährige mit einem Lächeln. Berlin empfange ihn "herzlich und warm an diesem kalten Tag", fügte Cruise hinzu.

Tom Cruise (li.) mit Christian Berkel: Der Hollywoodstar nahm sich viel Zeit für seine Fans
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Getty Images

Tom Cruise (li.) mit Christian Berkel: Der Hollywoodstar nahm sich viel Zeit für seine Fans

Der Film von Bryan Singer startet an diesem Donnerstag in den deutschen Kinos. Auf der Gästeliste der Premiere standen auch Mitglieder der Stauffenberg-Familie.

Der bereits im Vorfeld kontrovers diskutierte US-Film erzählt vom deutschen Widerstand gegen Adolf Hitler und von den gescheiterten Attentaten auf den Despoten. Die "Walküre"-Dreharbeiten in Deutschland im vergangenen Jahr hatten für hitzige Debatten gesorgt. Strittig war, ob ein bekennender Scientologe wie Hollywoodstar Cruise die Hauptrolle übernehmen und ob Aufnahmen im Innenhof des Berliner Bendlerblocks genehmigt werden dürften.

"Der Film tut Deutschland in Amerika einen großen Dienst", sagte Darsteller Kretschmann vorab. Er spielt den Hitler treu ergebenen Major Otto Ernst Remer. In den USA werde er meistens gefragt, ob er vor den Dreharbeiten überhaupt vom 20. Juli 1944 gewusst habe. Dort hätten "die wenigsten" schon von dem Widerstand gegen Hitler gehört. Durch den Film werde das Thema bekannter. Der Film sei auch als "gute Unterhaltung" gedacht und weniger als lehrreiche, dokumentarische Geschichtsstunde.

Auch Familienangehörige des Hitler-Attentäters sind mit der Verfilmung zufrieden. Der Enkel von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Philipp von Schulthess, sagte: "Ich fand ihn fabelhaft". Cruise spiele zwar nur einen kurzen Abschnitt im Leben seines Großvaters, aber diesen sehr gut, erklärte der 36-Jährige, der in einer Nebenrolle zu sehen ist.

ler/dpa/AP

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