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07.09.2009
 

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Verrückt nach dem Tod

Bullock (M.) und Cooper (r.) in "All About Steve": Gemeinsamer Angriff auf die Chartspitze
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AP / 20th Century Fox

Bullock (M.) und Cooper (r.) in "All About Steve": Gemeinsamer Angriff auf die Chartspitze

Der Horror hält im deutschen Kino Einzug: "Final Destination 4" lehrt Tarantinos "Inglourious Basterds" das Fürchten und setzt sich an die Chartspitze. In den USA versucht Sandra Bullock mit "Verrückt nach Steve" den zweiten Comedy-Erfolg in einem Kinosommer abzuliefern.

Los Angeles/Hamburg - Der Tod holt sich nach und nach mit grausamsten Methoden seine Opfer und 310.000 Menschen schauen dabei zu. In den deutschen Kinos lief "Final Destination 4" (Original-Titel: "The Final Destination") laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" mit guten Besucherzahlen an. Den ersten Teil aus dem Franchise sahen allerdings vor neun Jahren zum Start 60.000 Besucher mehr.

Da es für die Spitzenposition nicht mehr reichte, haben es sich Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" auf dem zweiten Platz der deutschen Kinocharts gemütlich gemacht. 225.000 Zuschauer sahen den Nazi-Jäger-Film des Kultregisseurs. Nach Informationen des deutschen Verleihs Universal Pictures International Germany ist er damit nach gerade mal zwei Wochen der nach Umsätzen erfolgreichste Film von Tarantino hierzulande.

Knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl haben die Deutschen den Wahlkampf noch nicht satt, zumindest wenn der Wahlkämpfer Horst Schlämmer heißt und mit Forderungen wie "Grevenbroich als Bundeshauptstadt" daherkommt. "Isch kandidiere!" verkaufte noch einmal 200.000 Karten.

Hinter Hape Kerkelings Kunstfigur halten sich die Urzeitgeschöpfe aus "Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los" mit soliden 95.000 Kinogängern. Laut "Blickpunkt:Film" kommt das farbenfrohe Abenteuer inzwischen auf über 8,5 Millionen verkaufte Tickets und ist damit drauf und dran, den im Jahr 2006 überaus erfolgreichen zweiten Teil der "Ice Age"-Reihe in Besucherzahlen zu überholen (8,7 Millionen Tickets).

Jeweils 90.000 Menschen kamen, um die erfolgreichen Sommerkomödien "Hangover" und "Selbst ist die Braut" zu sehen. Den zweitbesten Neustart des Wochenendes hinter "Final Destination 4" legte mit 85.000 Besuchern die neue Dramödie mit Amy Adams ("Sunshine Cleaning") und Meryl Streep ("Der Teufel trägt Prada") als "Julie & Julia" hin.

Die Tanzfilm-Persiflage "Dance Flick - Der allerletzte Tanzfilm" verkaufte 55.000 Tickets in 200 Kinos, Andreas Dresens viel gelobte Hommage ans Filmemachen, "Whisky mit Wodka", kam auf 40.000 Besucher.

Horror und Nazikiller im US-Kino

Wie in Deutschland endete auch in den USA die Sommersaison des Kinos ohne besondere Überraschungen. "The Final Destination" hielt sich laut Branchendienst boxofficemojo.com mit geschätzten 12,4 Millionen Dollar an der Spitze, verlor aber über die Hälfte im Vergleich zur Vorwoche.

Für die neue Komödie der in diesem Sommer erfolgsverwöhnten Hauptdarsteller Sandra Bullock ("The Proposal"/"Selbst ist die Braut") und Bradley Cooper ("Hangover") reichte es nur für den zweiten Platz am amerikanischen Box Office. Die neu gestartete Komödie "All About Steve" (deutscher Titel: "Verrückt nach Steve") setzte 11,2 Millionen Dollar um. Direkt dahinter positionierte sich Tarantinos "Inglourious Basterds" mit 10,8 Millionen Dollar.

Und noch ein Schauspieler kehrt nach kurzer Abwesenheit in die Top Ten der Kinocharts zurück: Nachdem er in der romantischen Komödie "The Ugly Truth" (deutscher Titel: "Die nackte Wahrheit") mit Katherine Heigl ("Grey's Anatomy") anbandeln durfte, versucht Gerard Butler diesmal als Online-Gamer in einer futuristischen Welt das System umzustürzen. Der Thriller "Gamer" konnte sich jedoch nicht gegen Horror und Nazikiller behaupten, sondern landete mit neun Millionen umgesetzten Dollar auf Platz vier.

Die Top fünf wird von dem Überraschungshit des Sommers, "District 9", komplettiert, der sieben Millionen Dollar einspielte und damit nun schon auf über 100 Millionen Dollar Umsatz kommt. Mit 5,6 Millionen Dollar reichte es für das Horror-Sequel "H2: Halloween 2" nur noch für Platz sechs, gefolgt von "Julie & Julia" mit 5,2 Millionen.

Auf Platz zehn findet sich der dritte Neueinstieg des Wochenendes wieder, "Extract", geschrieben und in Szene gesetzt vom "King of the Hill"- und "Beavis and Butt-Head"-Schöpfer Mike Judge. Die chaotische Komödie spielte rund 4,2 Millionen Dollar ein.

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