Los Angeles/Hamburg - Überraschung an der Spitze der US-Kinocharts: Es hat sich nichts verändert. Die Kinderbuch-Verfilmung "Cloudy with a Chance of Meatballs" (Deutscher Titel: "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen"), die in einer Stadt spielt, in der den ganzen Tag Essen vom Himmel fällt, hält sich laut Branchendienst boxofficemojo.com an seinem zweiten Wochenende mit erstaunlichen 24,6 Millionen Dollar ganz oben und triumphiert damit über drei Neustarts, von denen durchaus mehr zu erwarten gewesen wäre.
Kein Ruhm für "Fame"
Den dritten Platz holte sich das Remake des Achtziger-Jahre-Tanzfilms "Fame". Das Original hatte 1981 zwei Oscars für seine Musik gewonnen und zudem der Sängerin Irene Cara den Weg in die Charts geebnet. Zum Auftakt kam die Neufassung nur auf enttäuschende zehn Millionen Dollar Einspielergebnis in 2096 Kinos - laut boxofficemojo.com weniger als die Hälfte vorheriger Tanzfilm-Erfolge wie "Step up" oder "Save the Last Dance".
Dahinter zieht "The Informant!" (deutscher Titel: "Der Informant") mit Matt Damon als Kronzeuge in den Kampf gegen eine Multi-Millionen-Dollar-Firma - und gegen die Filmkonkurrenz. Die auf den Festivals gefeierte, aber beim Publikum bislang nur mäßig erfolgreiche Krimikomödie von Steven Soderbergh setzte in ihrer zweiten Woche 6,9 Millionen Dollar um. Tyler Perrys Kostüm-Klamauk "I Can Do Bad All By Myself" spielte am dritten Wochenende 4,8 Millionen Dollar ein und landet damit auf dem fünften Rang.
Für den dritten Neueinsteiger der Woche, "Pandorum" vom deutschen "Antikörper"-Regisseur Christian Alvart, reichte es nur für einen sechsten Platz mit 4,4 Millionen eingespielten Dollar.
Deutschland hat gewählt, der Sieger: Wickie
Auch am deutschen Box Office hat sich mit "Wickie und die starken Männer" der bisherige Spitzenreiter behaupten können (430.000 Besucher). Bully Herbigs Verfilmung des Zeichentrick-Klassikers ist damit laut Branchendienst "Blickpunkt:Film" bereits jetzt der vierterfolgreichste Film 2009.
An Wickies Seite darf sich der Pixar-Hit "Oben" über 380.000 Zuschauer freuen, der Abstand zum Wikingerjungen Wickie ist damit deutlich verringert. Nur der Rest des Führungsteams wurde ausgetauscht: Die Bestseller-Adaption von Waris Diries Autobiografie "Wüstenblume", in der das Ex-Model seine Verstümmelung als junges Mädchen thematisiert, erreichte mit 140.000 Zuschauern in 369 Kinos den dritten Platz.
Dahinter landete das Thriller-Remake "Die Entführung der U-Bahn Pelham 123" mit Denzel Washington, das zum Start 120.000 Menschen in 349 Kinos lockte. So langsam bergab geht es für Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds", der mit 65.000 verkauften Tickets an diesem Wochenende aus der Top 5 flog.
Der dritte Neueinsteiger unter den ersten zehn ist die Kindergeschichte "Lauras Stern und der Drache Nian". 60.000 Kinder sahen die Fortsetzung des Films "Lauras Stern", der vor fünf Jahren noch mit rund 275.000 Besuchern angelaufen war.
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