Mittwoch, 10. Februar 2010

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09.11.2009
 

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Lieber Päpstin als Jacko

Constantin

Sönke Wortmann erobert die Chartspitze zurück: Sein Film "Die Päpstin" hat bereits über eine Million Zuschauer in die Kinos gelockt - und die Michael-Jackson-Doku "This is it" von Platz eins verdrängt. In den USA bescherten die Zuschauer Disneys "Weihnachtsgeschichte" einen schwachen Start.

Los Angeles/Hamburg - Ernüchterung für die Macher von "This is it": Der Michael-Jackson-Konzertfilm zieht deutlich weniger Zuschauer an als nach dem guten Start erwartet. Am zweiten Wochenende kam die Doku in den USA nur noch auf einen Umsatz von 14 Millionen Dollar - ein Einbruch von 40 Prozent.

Auch in Deutschland hält sich die Euphorie über den Jacko-Film in Grenzen. "This is it" lockte hierzulande laut Branchenmagazin "Blickpunkt: Film" 255.000 Besucher an - und verlor seine Position an der Spitze der Kinocharts. Nach nur einer Woche übernahm damit die Bestseller-Verfilmung "Die Päpstin" von Sönke Wortmann wieder Platz eins. Der Historienfilm erzielte mit 280.000 Zuschauern fast das Niveau der ersten beiden Wochen. "Die Päpstin" überschritt damit die Marke von einer Million Besucher - als achter deutscher Film in diesem Jahr.

Den dritten Platz in der Zuschauergunst sicherte sich die Beziehungskomödie "All Inclusive" mit Vince Vaughn. Vier Männer und vier Frauen werden zur Paartherapie auf eine Südseeinsel verfrachtet und liefern sich dort zotige Streitereien - das reichte in der ersten Woche für 220.000 Besucher. Knapp dahinter folgte Disneys Verfilmung von Charles Dickens "Eine Weihnachtsgeschichte" mit 180.000 Besuchern - über die Hälfte davon sahen den Animationsfilm in 3D. Auf Platz fünf landete die deutsche Komödie "Männerherzen" mit Christian Ulmen und Til Schweiger.

Außenseitererfolg in den USA

In den USA sahen sogar 75 Prozent der Zuschauer Disneys "Weihnachtsgeschichte" in 3D. Insgesamt zeigten sich die Amerikaner bei dem Weihnachtsfilm mit Jim Carrey in der Rolle des computeranimierten Geizhalses Ebenezer Scrooge jedoch eher knauserig. Ein Umsatz von 31 Millionen Dollar reichte zwar für Platz eins, aber nicht, um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Diskutiert wird in Hollywood darüber, ob der Starttermin sieben Wochen vor Weihnachten zu früh gewesen sei.

Hinter dem Jackson-Film "This is it" landete die Militärkomödie ""The Men Who Stare at Goats" ("Männer, die auf Ziegen starren") auf Platz drei der US-Starts. Der Film mit George Clooney in der Hauptrolle erzielte in der ersten Woche ein Ergebnis von 13,3 Millionen Dollar. Dahinter: Der Thriller "The Fourth Kind" mit Milla Jovovich (12,5 Millionen Dollar). Weiterhin beliebt ist der Homemade-Horrorfilm "Paranormal Activity" mit einem Umsatz von 8,5 Millionen Dollar. Insgesamt kommt die Überraschung dieses Herbstes bereits auf ein Ergebnis von 97,4 Millionen Dollar.

In ausgewählten US-Kinos wurde zudem der potentielle Oscar-Kandidat "Precious: Based on the Novel Push by Sapphire" gespielt - und schlug ein: Das Drama erzielte in nur 18 Kinos ein Ergebnis von 1,8 Millionen Dollar. Mit 100.000 Zuschauern pro Kino ist das der zwölftbeste Durchschnitt, den je ein Film in den USA erreicht hat.

cte

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