Blaue Stunden im Kino: Nachdem James Camerons Science-Fiction-Epos "Avatar - Aufbruch nach Pandora" zum Start weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, hielt er sich immerhin am zweiten Wochenende exzellent. Laut Branchendienst "Blickpunkt:Film" spielte der dem Vernehmen nach teuerste Kinofilm aller Zeiten in den USA geschätzte 75 Millionen Dollar ein, nur zwei Millionen Dollar weniger als in der Vorwoche. "Avatar" hatte damit einen nicht unwesentlichen Anteil am stärksten Kinowochenende aller Zeiten: Knapp 300 Millionen Dollar Umsatz kamen in die Kassen.
Insgesamt hat der Film in den USA bereits 212,3 Millionen Dollar eingenommen, ist aber von dem sagenhaften Gesamtergebnis von Camerons Oscar-Abräumer "Titanic" noch weit entfernt. Der hatte sich zur Jahreswende 1997/1998 über Wochen auf demselben Niveau gehalten und insgesamt 600 Millionen Dollar umgesetzt.
Zum Rekordwochenende trug auch der erstaunlich starke "Sherlock Holmes" bei, der laut Branchendienst "boxofficemojo" 65,4 Millionen Dollar in 3626 Kinos einspielte. Es war das beste Auftaktergebnis für den britischen Regisseur Guy Ritchie. In der temporeichen Neuauflage von Sir Arthur Conan Doyles Krimiklassiker gibt Robert Downey Jr. eine Actionheld-Version des altehrwürdigen Detektivs, die bereits mit einer Nominierung für den Golden Globe belohnt wurde. Jude Law ("Hautnah") spielt seinen smarten Gehilfen Dr. Watson.
Auf Platz drei: singende Streifenhörnchen in "Alvin und die Chipmunks 2". Der zweite Teil der Trickfilmreihe startete mit 50,2 Millionen Dollar in 3.700 Kinos etwas besser als sein Vorgänger (44,3 Millionen Dollar) vor zwei Jahren.
Die Komödie "It's Complicated" (deutscher Titel: "Wenn Liebe so einfach wäre") und Golden-Globe-Favorit "Up in the Air" komplettieren die Top Fünf: "It's Complicated" mit Meryl Streep und Alec Baldwin spielte zum Start in 2887 Kinos 22,1 Millionen Dollar ein; Jason Reitmans ("Juno") Dramedy mit George Clooney in der Hauptrolle schaffte es am ersten Wochenende im nationalen Release, 11,8 Millionen einzuspielen.
"Chipmunks" besiegen das "Zweiohrküken"
In Deutschland behaupteten sich ebenfalls James Camerons außerirdische Na'vi an der Spitze: 830.000 Zuschauer kamen "Blickpunkt:Film" zufolge - wie in den USA nur eine geringe Einbuße im Vergleich zum Startwochenende. Insgesamt kommt das Action-Abenteuer bereits auf 2,3 Millionen Besucher. Für die Streifenhörnchen Alvin, Simon und Theodore lief es hierzulande deutlich besser als im ersten Versuch: Der Animationsfilm "Alvin und die Chipmunks 2" lockte 335.000 Besucher in 609 Kinos; der erste Teil hatte zu Weihnachten vor zwei Jahren nur etwa die Hälfte an Karten verkauft.
Auf Platz drei hielten sich Til Schweiger, Nora Tschirner und ihr "Zweiohrküken" hervorragend: 310.000 Zuschauer wollten die Komödie an ihrem inzwischen vierten Wochenende sehen, womit die Fortsetzung weiterhin stärker läuft als der Kinohit "Keinohrhasen" 2007.
Das Tanzfilm-Remake "Fame" startete mit 175.000 verkauften Tickets in 375 Kinos, gefolgt von der Komödie "Soul Kitchen", der Liebeserklärung Fatih Akins an seine Heimatstadt Hamburg. Für den türkischstämmigen Regisseur ist es der mit Abstand beste Kinostart in seiner Kinokarriere.
Und noch ein deutscher Film findet sich unter den ersten Zehn: 60.000 Zuschauer in 298 Kinos sahen Leander Haußmanns Senioren-Komödie "Dinosaurier - Gegen uns seht ihr alt aus".
Insgesamt war das Weihnachtswochenende mit 2,4 Millionen Kinogängern sehr stark.
can
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Ich kann mich diversen Kritiken anschliessen - die Geschichte ist nicht neu, sondern zusammengestückelt (v.a. Dinotopia, Pocahontas, Der mit dem Wolf tanzt). Auch sind die Handlungsstränge zu 98% vorhersehbar - die letzten 2% [...] mehr...
Deinem Kommentar möchte ich mich anschließen, Micha. Ich habe selbst etwa 15 Jahre im Bereich der 3D Computergrafik und Animation gearbeitet. Da gibt es in "Avatar" bis auf kleine Ausfälle schlichtweg nichts [...] mehr...
Alos ich find den Film echt gut, endlich wird ma lwider gezeigt was in unserer Welt doch eigetnlich Alltag ist: Der Raubbau and er Natur, die Profitversessenheit der Grosskonzerne und die menschenveraechtliche Arroganz derer die [...] mehr...
Ich wüsste ja mal gerne, wieviele von euch Motzköppen den Film überhaupt gesehen haben. Scheint mir fast so, als können einige aus lauter Trotz nicht anders, als immer nur gegen das sein, was der (in diesem Fall erdrückenden) [...] mehr...
Kann schon sein, aber diese Leute haben oft nicht das letzte Wort, die handeln nur im Auftrag, Entscheider sind andere. Bei Disney wurden Figuren vorher immer am Geschmack des Publikums getestet, den andere später übernommen [...] mehr...
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