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20.01.2010
 

Berlinale-Wettbewerb 2010

Oskar Roehler tritt mit "Jud Süß"-Film an

Regisseur Oskar Roehler bei den Dreharbeiten zu "Jud Süß - Film ohne Gewissen". Zur Großansicht
DPA

Regisseur Oskar Roehler bei den Dreharbeiten zu "Jud Süß - Film ohne Gewissen".

Drei Deutsche gehen ins Rennen um den Goldenen Bären 2010: Neben Benjamin Heisenberg tritt jetzt auch Oskar Roehler an. Er zeigt im Berlinale-Wettbewerb das Drama "Jud Süß - Film ohne Gewissen". Der dritte Film aus Deutschland ist ein Debüt - von einem sehr jungen Regisseur.

Hamburg - Der Wettbewerb der 60. Berlinale ist mit 25 Filmen fast komplett: Nach Benjamin Heisenbergs "Der Räuber" gaben die Internationalen Filmfestspiele Berlin am Mittwoch zwei weitere Film von deutschen Regisseuren für den Wettbewerb bekannt. Oskar Roehler ist mit dem Drama "Jud Süß - Film ohne Gewissen" mit Tobias Moretti, Martina Gedeck und Moritz Bleibtreu dabei. Der Film erzählt von der Verstrickung deutscher Künstler in die Entstehung des bis heute indizierten Nazi-Propagandafilms "Jud Süß" von Veit Harlan. Nachwuchsregisseur Burhan Qurbani, 30, wird seinen Debütfilm "Shahada" mit Maryam Zaree, Carlo Ljubek und Jeremias Acheampong präsentieren. Der Episodenfilm handelt von den Erlebnissen junger deutscher Muslime während des Fastenmonats Ramadan.

Zu den weiteren Wettbewerbsfilmen zählen "The Killer Inside Me" von Michael Winterbottom (Goldener Bär 2003 für "In This World", Großbritannien), "Submarino" von Thomas Vinterberg ("Festen", Dänemark) sowie "Greenberg" von Noah Baumbach ("The Squid And The Whale", USA). Außer Konkurrenz treten die US-Regisseurinnen Nicole Holofcener mit "Please Give" und Lisa Cholodenko mit "The Kids Are Alright" an.

Mit "Eu când vreau sa fluier, fluier" von Florian Serban (Rumänien/Schweden) und "Rompecabezas" von Natalia Smirnoff (Argentinien/Frankreich) sind außerdem zwei Debütfilme vertreten. Mit dem chinesischen Film "Tuan Yuan" von Wang Quan'an werden die Filmfestspiele am 11. Februar eröffnen. Der japanische Film "Otoutu" von Yoji Yamada wird den Wettbewerb beschließen.

Den letzten und 26. Wettbewerbsfilm will Berlinale-Direktor Dieter Kosslick am 1. Februar bekanntgeben. Die Berlinale läuft vom 11. bis 21. Februar.

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