Los Angeles - Deutschland und Österreich können auf neuen Oscar-Ruhm hoffen: Der deutsch-österreichische Film "Das Weiße Band" von Regisseur Michael Haneke und der österreichische Schauspieler Christoph Waltz sind am Dienstag in Beverly Hills für den begehrtesten Filmpreis der Welt nominiert worden.
Hanekes Film "Das weiße Band" wurde in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film" nominiert. Außerdem gab es eine Nominierung für Christian Berger für seine Kameraarbeit bei dem Schwarzweiß-Drama. Das Werk spielt am Vorabend des Ersten Weltkrieges und thematisiert die strengen Erziehungsmethoden in einem norddeutschen Dorf. Christoph Waltz wurde für seine Rolle in Quentin Tarantinos Film "Inglourious Basterds" als bester Nebendarsteller nominiert. Darin spielt der in Wien geborene Waltz den sadistischen SS-Offizier Hans Landa.
Bereits bei den Golden Globes Mitte Januar und den Filmfestspielen von Cannes hatten Waltz und Haneke triumphiert. Mit den Oscar-Nominierungen setzen sie nun ihre Erfolgsserie fort. Deutsche Filme wurden bislang achtmal in der Kategorie des besten fremdsprachigen Films nominiert und gewannen drei Oscars. Zuletzt erfolgreich: Das Stasidrama "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck 2007.
"Avatar" und "The Hurt Locker" neunmal nominiert
Mit neun Nominierungen geht James Camerons "Avatar" in diesem Jahr als großer Favorit ins Rennen - unter anderem in den Kategorien bester Film, bester Regisseur und beste visuelle Effekte. Vergangene Woche löste der teuerste Film aller Zeiten "Titanic" als erfolgreichster Film überhaupt ab - über zwei Milliarden Dollar hat "Avatar" nun bereits eingespielt. Bei den Nominierungen bleibt "Titanic" aber auf dem Spitzenplatz - 14-mal wurde der Film 1998 nominiert. Wie "Ben Hur" (1960) und "Herr der Ringe 3" (2004) wurde er mit elf Oscars ausgezeichnet.
Bei den US-Kritikerpreisen im Januar hatten "Avatar" und Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" am besten abgeschnitten. Die renommiertesten Auszeichnungen für das beste Drehbuch und die beste Regie räumte "The Hurt Locker" ab.
Aussichten auf die Auszeichnung als bester Schauspieler haben George Clooney ("Up in the Air"), Jeff Bridges ("Crazy Heart") und Morgan Freeman ("Invictus"), als beste Schauspielerin sind unter anderen Sandra Bullock ("The Blind Side"), Helen Mirren ("The Last Station") und Meryl Streep ("Julie & Julia") nominiert. Als beste Animationsfilme des Jahres gehen unter anderem "Coraline", "The Princess and the Frog" und "Up" ins Rennen.
Für einen weiteren deutschen Erfolg sorgt der Dokumentarfilm "Burma VJ", der in der Kategorie "Documentary Feature" nominiert wurde. Aus der Perspektive von Videojournalisten zeigt der von der Arte-Redaktion betreute Film die blutig niedergeschlagenen Proteste gegen das Militärregime in Burma 2007.
Neuer Modus, mehr nominierte Top-Filme
Die Schauspielerin Anne Hathaway ("Rachels Hochzeit") und der Chef der Filmakademie, Tom Sherak, haben die Nominierungen für die 82. Academy Awards am Dienstag in Los Angeles verkündet. Am 8. März werden die begehrtesten Auszeichnungen der Kinobranche im Kodak Theatre in Hollywood verliehen.
Um die seit Jahren schwächelnde Show aufzumotzen, hat die Academy in diesem Jahr in die Trickkiste gegriffen und die Satzung geändert: Zum ersten Mal seit 1945 gibt es in der Kategorie "Bester Film" nicht nur fünf Nominierte, sondern gleich zehn. Neben "Avatar", "Inglourious Basterds" und "The Hurt Locker" unter anderem das Missbrauchsdrama "Precious" und Jason Reitmans "Up in the Air". Vor allem für Blockbuster und Hit-Komödien waren diesmal die Chancen gestiegen, ausgewählt zu werden - ähnlich wie bei den Golden Globes, wo traditionell zehn Filme in der Hauptkategorie nominiert werden. Das Kalkül der Macher ist klar: Populäre Filme in den Hauptkategorien steigern das Zuschauerinteresse und damit die Einschaltquote.
cte/dpa/apn
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Freeman ist sicher ein hervorragender Schauspieler und bestimmt hätte er auch einen Oscar verdient. Alle Zeichen sprechen aber für Bridges. Ich hätte ihm ja damals schon für den Dude den Oscar gegeben. Kennt eigentlich [...] mehr...
Insgesamt stimme ich ihnen voll und ganz zu. Sie müssen aber zugeben, dass das eine idealisierte Sicht der Dinge ist. Viele Regisseure bekommen ihren Oscar zum Beispiel deshalb, weil sie einfach mal "dran" sind. [...] mehr...
In den visuell-technischen Bereichen sollte Avatar in der Tat gewinnen, da hat er wirklich die entsprechenden "Achievements" erreicht. Wenn er allerdings den Preis für den Besten Film wie bei den Golden Globes oder [...] mehr...
Während die Darsteller-Oscars eindeutig den künstlerischen Aspekt der Arbeit prämieren, sieht es bei den technischen Kategorien schon anders aus. Hier wird Avatar schon deshalb Punkten, weil er ein filmgeschichtlich relevantes [...] mehr...
@Neuro: Ich bin absoluter Laie was Bombenentschärfung und den passenden Schutzanzug angeht... Ich gehe davon aus, das die Druckwelle dich tötet, ob du den Anzug anhast oder auch nicht. Vergleich das mit einer kugelsicheren [...] mehr...
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