Es ist neben Football die liebste Fernsehsendung der Amerikaner - doch wer in New York am Sonntagabend Ortszeit die Übertragung der Oscar-Verleihung anschauen wollte, musste sich gedulden. Das meldet die "New York Times".
Der Sender WABC, eine Disney-Tochter, hatte seine Programm bereits in der Nacht auf Sonntag aus dem lokalen Kabelfernsehnetz Cablevision genommen. Hintergrund dieser Entscheidung ist laut "New York Times" ein Streit über Übertragungsentgelte.
Während ausschließlich im Kabelnetz vertretene Sender wie ESPN in der Vergangenheit von den Providern hohe Summen erhalten haben, seien die klassischen Sender, zu denen der New Yorker ABC-Ableger WABC gehört, leer ausgegangen. Der Rückgang der Werbeeinnahmen habe nun dazu geführt, dass die Sender ihre Verträge mit den Kabelprovidern neu verhandeln wollten.
So sahen sich Oscar-Begeisterte in New York gezwungen, Freunde mit Satellitenanschluss aufzusuchen oder sich nach einer Bar umzuschauen, in der die Oscar-Zeremonie gezeigt wurde. Manche versuchten auch, im Internet fündig zu werden - vergeblich.
Erst um 21.44 Uhr Ortszeit hatten sich die Unterhändler so weit geeinigt, dass WABC sein Sendesignal wieder ins Kabelnetz einspeiste - für die Zuschauer gerade noch so rechtzeitig, dass sie mitbekamen, wie Penelope Cruz die Bühne betrat, um den ersten Oscarpreisträger anzukündigen: Christoph Waltz.
sha
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