Hamburg/Los Angeles - Nach drei Wochen an der Spitze der amerikanischen Kinocharts wurde "Alice im Wunderland" am Wochenende vom ersten Platz verdrängt. Den größten Umsatz machte nun "Drachenzähmen leicht gemacht" mit 45 Millionen Dollar in 4054 Kinos; 68 Prozent des Einspielergebnisses resultierte dabei aus 3-D-Vorführungen, die im Eintritt teurer sind.
Der CGI-Animationsfilm aus den DreamWorks-Studios handelt von einem kleinen Wikinger, der sich mit Drachen verbündet. Obwohl der Vorsprung an der Spitze souverän ist ("Alice im Wunderland" kam mit 17,3 Millionen Dollar auf Platz zwei), wird "Drachenzähmen leicht gemacht" (im Original "How To Train Your Dragon") in den USA als leise Enttäuschung gehandelt. Denn der vor einem Jahr gestartete DreamWorks-Animationsfilm "Monsters Vs. Aliens" spielte an seinem ersten Wochenende 59 Millionen Dollar ein, und das mit weniger 3-D-Leinwänden.
Ermutigend für die Produktionsfirma sind allerdings die Ergebnisse der Zuschauerumfragen beim Verlassen der Kinosäle - sie verzeichnen nahezu einhellige positive Reaktionen auf "Drachenzähmen", weshalb die Marketing-Chefin von DreamWorks, Anne Globe, gegenüber der Nachrichtenagentur AP die Hoffnung äußerte, dass der Film in den kommenden Wochen "von starker Mundpropaganda" profitieren werde.
Neben "Drachenzähmen leicht gemacht" gab es in den USA nur noch einen weiteren großen Kinostart: Die Komödie "Hot Tub Time Machine", ein Zeitreisenfilm mit John Cusack, kam in 2754 Kinos auf 13,6 Millionen Dollar Umsatz - weniger als die meisten Hollywood-Insider erwartet hatten. Auf Platz vier kam die Actionkomödie "Der Kautions-Cop" mit Gerard Butler und Jennifer Aniston (12,4 Millionen Dollar Umsatz), die damit die Comicverfilmung "Diary Of A Wimpy Kid" überholte, die mit dem Einspielergebnis von 10 Millionen Dollar von Platz zwei auf fünf abrutschte.
In Deutschland schlagen Drachen Monster
Auch in den deutschen Kinos war am Wochenende "Drachenzähmen leicht gemacht" der beliebteste Film. 250.000 Besucher wollten den in 650 Kinos gestarteten Animationsfilm sehen - damit ist der Film in Deutschland zumindest erfolgreicher gestartet als "Monsters Vs. Aliens", den 2009 am Startwochenende 165.000 Zuschauer in 699 Kinos sehen wollten. Mit "Drachenzähmen" ist nun in der 15. Woche hintereinander ein 3D-Film an der Spitze der Kinocharts.
"Alice im Wunderland" wollten noch 200.000 Besucher sehen, damit ist es der in deutschen Kinos bisher erfolgreichste Film von Regisseur Tim Burton mit insgesamt 2,1 Millionen Zuschauern. Dahinter folgen zwei weitere Neustarts: Das Football-Drama "Blind Side - Die große Chance", dass seiner Hauptdarstellerin Sandra Bullock einen Oscar einbrachte, wollten 165.000 Kinogänger in 400 Abspielstätten sehen. Auf Platz vier der deutschen Kinocharts schaffte es "Twilight"-Star Robert Pattinson, den 85.000 Menschen (298 Kinos) in "Remember Me" sehen wollten. Auf Platz fünf hält sich "Zahnfee auf Bewährung" mit 80.000 Zuschauern.
Weitere Neueinsteiger der Woche: "From Paris With Love" auf Platz neun mit 60.000 Zuschauern in 241 Kinos und "Precious - Das Leben ist kostbar" auf 13 mit 30.000 Kinogängern vor 82 Leinwänden.
feb/dpa/AP
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Wir Erwachsenen haben uns kolossal gelangweilt, aber wahrscheinlich sind wir auch nicht Angehörige der Zielgruppe, sondern nur tapfere Begleitgeiseln unserer Kinder. Das Popcorn war übrigens auch lausig. mehr...
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