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28.06.2010
 

Box Office

Tom Cruise stolpert durchs Wochenende

Cameron Diaz und Tom Cruise in "Knight and Day": Guck mal, was da knalltZur Großansicht
AP

Cameron Diaz und Tom Cruise in "Knight and Day": Guck mal, was da knallt

Tom Cruise als Hauptdarsteller in einem Actionfilm war bisher ein sicheres Geschäft - doch jetzt ist da etwas schiefgegangen: "Knight and Day" enttäuscht an der Kinokasse. In Deutschland sorgen Sommerwetter und WM-Feiern für verwaiste Lichtspielhäuser.

Hamburg/Los Angeles - Seit Blockbuster-Held Tom Cruise zu den Großen in Hollywood zählt, ist noch nie ein Actionfilm mit ihm dermaßen schlecht gestartet: "Knight and Day" enttäuschte an der Kinokasse. Vergleichsweise magere 20,5 Millionen Dollar spielte der Film in 3098 Kinos ein - das reicht nur für Platz drei der amerikanischen Box-Office-Charts. In den vergangenen 20 Jahren lief kein Cruise-Film so schlecht, und berücksichtigt man bei dem Vergleich die heute viel höheren Ticketpreise, sieht es noch viel düsterer für den 48-Jährigen aus.

An der Besetzung sollte es eigentlich nicht liegen: An der Seite von Cruise spielt Cameron Diaz. Zwar bemängeln einige Kritiker die hanebüchene Geschichte, ebenso viele loben "Knight and Day" aber als unterhaltsamen Sommerfilm. Womöglich, so orakeln Filmanalysten, habe das Publikum Cruise seine merkwürdigen Auftritte im Fernsehen und in Scientology-Videos nicht verziehen - obwohl der legendäre Auftritt bei TV-Talkerin Oprah Winfrey, bei dem er mit irrem Blick auf dem Sofa herumsprang, doch schon vier Jahre zurückliegt.

Dabei schien Cruise die Krise eigentlich schon verwunden zu haben: Mit einer herrlich selbstironischen Rolle in der Action-Komödie "Tropic Thunder", die er für die Verleihung der MTV Movie Awards dieses Jahr nochmals spielte. Seht her, Cruise kann komisch, lautete die Botschaft. Ob aber die Studiobosse angesichts der schlechten Zahlen von "Knight and Day" noch lachen können, sei mal dahingestellt: Der Film hat 107 Millionen Dollar gekostet. Es wird einige Zeit dauern, bis diese Summe wieder eingespielt ist.

Deutlich besser ist die Komödie "Grown Ups" mit Adam Sandler gestartet: Mit einem Umsatz von 41 Millionen Dollar liegt der Film auf Platz zwei. Das Wiedersehen alter Schulfreunde anlässlich der Beerdigung ihres alten Basketball-Trainers, das zu grotesken Zwischenfällen führt, wurde von Kritikern durch die Bank verrissen - das Publikum kümmert es wenig.

Erste Plätze in USA und Deutschland unverändert

Unangefochten auf dem Spitzenplatz steht nach wie vor der dritte "Toy Story"-Aufguss. Der Animationsfilm, vielfach gepriesen für seine anrührende Geschichte, sorgte für einen Umsatz von 59 Millionen Dollar. Nach zehn Tagen in den Kinos zeichnet sich bereits jetzt ab, dass "Toy Story 3" der erfolgreichste Film des Jahres werden könnte. Weltweit hat der Film 326,6 Millionen Dollar eingespielt - und ist in den meisten europäischen Ländern noch nicht einmal gestartet.

Mit 15,4 Millionen Dollar steht "Karate Kid" an vierter Stelle, das "A-Team" stürzt vom dritten auf den fünften Platz ab (6 Millionen Dollar), gefolgt von "Get Him to the Greek" (3 Millionen Dollar), "Shrek Forever After" (2,9 Millionen Dollar), "Prince of Persia: The Sands of Time" (2,8 Millionen Dollar), "Killers" (2 Millionen Dollar) und "Jonah Hex" (1,6 Millionen Dollar).

Auch in Deutschland gibt es keine Veränderung auf dem ersten Platz: "Sex and the City 2" führte laut "Blickpunkt:Film" erneut das Wochenende an - und das mit nur 70.000 Besuchern. Eine Woche zuvor waren es noch 163.821. Aber Sommerwetter und Fußball-WM haben den Kinobetreibern mit insgesamt nur 300.000 Kinogängern das bisher ruhigste Wochenende des Jahres beschert. An zweiter Stelle folgt die Neuauflage des Kinderbuchklassikers "Hanni und Nanni" mit rund 50.000 Zuschauern - dreimal weniger als in der vergangenen Woche.

Wie schon in der vergangenen Woche folgt "StreetDance 3D" nach Zuschauern, müsste Dank 3-D-Ticketpreisaufschlag aber nach Umsatz an zweiter Stelle stehen. Das Tanzspektakel wollten 40.000 Besucher sehen, ebenso wie "Prince of Persia - Der Sand der Zeit". Der dritte Teil der "Millennium"-Trilogie von Stieg Larsson, "Verblendung", fand 20.000 Zuschauer. Als einziger Neustart schaffte "Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau" mit rund 10.000 Besuchern den Sprung in die Top Ten.

ore/AP

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insgesamt 4 Beiträge zum Forum...
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28.06.2010 von faustjucken_de: n

Danke. Das ist mir bisher nie aufgefallen. Jetzt kann ich mich noch ein Stückchen mehr über die Verhunzung unserer Sprache aufregen. mehr...

28.06.2010 von faustjucken_de: .

Gott, was für ein Schrott. Warum produziert jemand so eine.... Und ansonsten nur die üblichen Sequels. Toy Story 3? Völlig an mir vorrüber gegangen. A Team? Aber bitte schön nur auf DVD... wenn überhaupt. mehr...

28.06.2010 von rolf1975: 3 mal weniger?!

Können wir nicht mal auf diesen unsäglichen Anglizismus "2 mal mehr" / "drei mal weniger" verzichten? Das liest sich wie 1:1 aus dem Englischen abgeschrieben. Außerdem gibt es unmissverständlichere [...] mehr...

28.06.2010 von Hercules Rockefeller: Na

Glaube nicht, dass der Film wegen seiner peinlichen Auftritte oder gar Scientologymitglied ist (interessiert doch keinen, ist seit Jahrzehnten bekannt). Aber er macht halt nur solche Filme, die hängen einem mittlerweile zum Hals [...] mehr...

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