Hamburg/Los Angeles - Schillernd, berauschend, originell: Das Science-Fiction-Drama "Inception" wird den überschwänglichen Kritiken auch an der Kinokasse mehr als gerecht. Laut Branchenmagazin "Blickpunkt:Film" hat der Film von Autor, Produzent und Regisseur Christopher Nolan ("The Dark Knight") zum US-Start 60,4 Millionen Dollar in 3792 Kinos eingespielt. Das ist das bislang beste Startergebnis für Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio, der in "Inception" den Anführer einer Gruppe von Traumdieben spielt, der sich nach einem letzten Coup von seinem gefährlichen Job verabschieden will.
Der Animationsfilm "Despicable Me" um zwei sich bekriegende Bösewichte, im Original von den Comedy-Stars Steve Carell ("The Office") und Jason Segel ("How I met your mother") gesprochen, hielt sich dahinter recht ordentlich. In Woche zwei reichte es noch für einen Umsatz von 32,7 Millionen Dollar, das Gesamtergebnis liegt schon bei knapp 120 Millionen.
Ganz und gar nicht gut lief das Wochenende hingegen für den Fantasy-Film "The Sorcerer's Apprentice" (deutscher Titel: "Duell der Magier") von Produzent Jerry Bruckheimer mit Nicolas Cage in der Hauptrolle. In 3504 Kinos kamen nur enttäuschende 17,3 Millionen Dollar in die Kassen. Auch einschließlich der Ergebnisse vom Starttag am Mittwoch sieht es kaum besser aus, dann summieren sich die Einnahmen auf 24,4 Millionen Dollar.
Trotz dieses schwachen Drittplatzierten reichte es für den neuesten Film der "Twilight"-Reihe, "Eclipse", nur noch für Rang vier mit 13,5 Millionen Dollar. "Toy Story 3" beschließt mit 11,8 Millionen Dollar die Top fünf.
Blutsauger vor grünem Monster
In den deutschen Kinos holte sich wie erwartet "Eclipse - Biss zum Abendrot" den ersten Platz. Von Donnerstag bis Sonntag sahen laut "Blickpunkt:Film" mehr als eine Million Besucher die Vampir-Romanze. Zusammen mit Previews, die schon am vorherigen Wochenende begannen, kommt der Film bereits auf 1,3 Millionen Zuschauer. Vorgänger "New Moon" hatte mit 1,5 Millionen inklusive Previews zwar etwas mehr Kinogänger gelockt, lief allerdings auch im stärkeren Monat November an.
"Für immer Shrek" konnte am dritten Wochenende nochmal um ein paar zehntausend verkaufte Karten auf 310.000 zulegen und sicherte sich damit Rang zwei. Dahinter startete der Familienfilm "Marmaduke" solide; 210.000 Zuschauer in 505 Kinos wollten die Komödie sehen, in der Christian Ulmen den Titelhelden spricht (im Original Owen Wilson), die Dogge Marmaduke, die nach einem Umzug mit der tierischen Hierarchie des neuen Wohnorts hadert.
Außerdem in den Top fünf: Nimród Antals "Predators"-Sequel mit Adrien Brody auf Alienjagd (110.000 Zuschauer) und die Film gewordene Mädchenbuchreihe "Hanni und Nanni" (50.000 Zuschauer). Die italienische Coming-Out-Komödie "Männer al dente" startete mit 22.000 Besuchern in 74 Kinos; der Science-Fiction-Thriller "Moon", das Spielfilmdebüt von David Bowies Sohn Duncan Jones, mit 15.000 in 66 Kinos.
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