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29.07.2010
 

Wettbewerbsfilme von Venedig

Tom Tykwer kämpft um den Goldenen Löwen

Tom Tykwer tritt in Venedig zum Wettbewerb an: Wird "Drei" für ihn zur magischen Zahl?Zur Großansicht
Getty Images

Tom Tykwer tritt in Venedig zum Wettbewerb an: Wird "Drei" für ihn zur magischen Zahl?

Die Filmfestspiele von Venedig haben ihr Wettbewerbsprogramm angekündigt: Aus Deutschland buhlt Tom Tykwer mit der Tragikomödie "Drei" um die Gunst von Jurychef Quentin Tarantino. Er konkurriert dabei mit Regisseuren wie Darren Aronofsky, Sofia Coppola und François Ozon.

Rom/Hamburg - Der Regisseur Tom Tykwer kämpft dieses Jahr für Deutschland im Wettbewerb der 67. Filmfestspiele im Rahmen der Kunstbiennale von Venedig um den Goldenen Löwen. Tykwer ("The International") tritt beim Festival vom 1. bis zum 11. September mit dem Film "Drei" an. Er erzählt mit den Schauspielern Sophie Rois, Devid Striesow und Sebastian Schipper die tragikomische Geschichte über ein Paar um die Vierzig in Berlin, das sich neu verliebt - und zwar in denselben Mann. "Drei" ist Tykwers erster auf Deutsch gedrehter Kinofilm seit rund zehn Jahren. In die deutschen Kinos soll er am 23. Dezember kommen.

Insgesamt gehen 23 Filme und 11 Nationen um die höchste Auszeichnung des internationalen Filmfestivals der Lagunenstadt ins Rennen, teilten Biennale-Präsident Paolo Baratta und der künstlerische Festivaldirektor Marco Müller in Rom mit. Einer davon ist ein Überraschungsfilm, der erst am sechsten September bekanntgegeben werden soll. Die Jury des diesjährigen Filmspektakels leitet der amerikanische Star-Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Quentin Tarantino ("Pulp Fiction", "Kill Bill").

Am stärksten vertreten sind beim Löwen-Rennen die Vereinigten Staaten mit mindestens sechs Filmen im Wettbewerb, darunter auch der Eröffnungsfilm: Darren Aronofskys "Black Swan". In dem Psychothriller mit Natalie Portman und Vincent Cassel geht es um Intrigen im New Yorker Ballettmilieu. Aronofsky hatte bereits vor zwei Jahren mit seinem Film "The Wrestler" mit Mickey Rourke in der Hauptrolle am Lido den Goldenen Löwen gewonnen. Außerdem treten unter anderem auch Sofia Coppola mit "Somewhere", Vincent Gallo mit "Promises Written In Water" und Julian Schnabel mit "Miral" an.

Viermal im Wettbewerb vertreten ist die Gastgebernation Italien, unter anderem mit Saverio Costanzos "La solitudine dei numeri primi" mit Isabella Rossellini. Weitere Prominente in der Hoffnung auf die begehrten Löwen sind der französische Regisseur François Ozon mit "Potiche" und den Stars Catherine Deneuve und Gérard Depardieu, die spanische Schauspielerin Carmen Maura in "Balada Triste de Trompeta" von Alex de la Iglesia und Dustin Hoffman in der kanadisch-italienischen Co-Produktion "Barney's Version" von Richard J. Lewis. Mit dem vietnamesischen Regisseur Tran Anh Hung tritt der Sieger von 1995 wieder an, diesmal mit einer Verfilmung von Haruki Murakamis Roman "Naokos Lächeln".

Den goldenen Ehrenlöwen für sein Gesamtwerk erhält dieses Jahr der asiatisch-amerikanische Filmregisseur und Produzent John Woo ("Mission Impossible"). Dem 1946 in China geborenen Meister melancholischer Gangsterballaden ("City Wolf", "Im Körper des Feindes") sei es geglückt, Inszenierungskunst und Schnitt des Actionfilms zu revolutionieren und damit das Genre im höchsten Grad zu stilisieren, begründeten die Biennale-Leiter die Ehrung.

In der Sektion "Orizzonti" (Horizonte), in der es um neue Tendenzen des internationalen Films geht, wird Deutschland vertreten durch den Dokumentarfilm "Atom" von Markus Löffler und Andrée Korpys sowie den Trickfilm "The External World" von David Oreilly.

27 Filme bietet die Biennale in der Kategorie "Außerhalb des Wettbewerbs", davon 23 als Weltpremieren. Mit Spannung erwartet wird darunter Julie Taymors Shakespeare-Verfilmung "The Tempest" - unter anderem mit Oscarpreisträgerin Helen Mirren in der Hauptrolle - , die das Festival abschließen soll. In derselben Kategorie tritt Ben Afflecks Agenten-Movie "The Town" an, ebenso wie der Thriller "Machete" mit Danny Trejo, Jessica Alba und Robert de Niro, den Robert Rodriguez entwickelte aus einem Fake-Trailer seines Double-Features mit Quentin Tarantino, "Grindhouse".

feb/dpa/ddp

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