Ihre Eltern heißen Miriam und Max - also tauften Harvey und Bob Weinstein ihre Firma einfach Miramax. 1979 gründete das Brüderpaar das Unternehmen, um unabhängigen und nicht in Hollywood produzierten Filmen einen Zugang zum US-Markt zu verschaffen. Der Erfolg kam zehn Jahre später mit "Sex, Lügen und Videotapes" und bald darauf mit "Reservoir Dogs". Die kleinen, außergewöhnlichen und günstig produzierten Filme spielten sich in die Herzen eines Mainstream-Publikums und begründeten den Boom des Arthouse-Kinos. 1993 verkauften die Weinstein-Brüder das Unternehmen an Disney, blieben aber als Manager an Bord und sorgten für weitere Kassenschlager: Filme wie "Pulp Fiction" oder "Good Will Hunting", sowie die "Scream"- und "Scary Movie"-Filme machten Miramax zu einer der erfolgreichsten Filmproduktionsfirmen der USA.
Nun wechselt Miramax abermals den Besitzer: Ein Konsortium unter Führung des Bauunternehmers Ron Tutor aus Los Angeles kauft das Unternehmen für über 660 Millionen Dollar (506 Millionen Euro), wie die Walt Disney Company am Donnerstag in Burbank mitteilte. Zu dem Paket gehören die Rechte an über 700 Filmen, darunter Oscar-prämierte Werke wie "Shakespeare in Love" und "No Country for Old Men".
Die Gründer hatten mitgeboten
Zu den Bietern in den monatelangen Verkaufsgesprächen hatten auch die Weinstein-Brüder gezählt, die die Firma vor fünf Jahren wegen inhaltlicher Differenzen verlassen hatten: Die Disney-Chefs hatten sich dagegen gesperrt, Michael Moores Dokumentarfilm "Fahrenheit 9/11" zu vertreiben. Mit dem Verkauf von Miramax wollen sich die Walt-Disney-Studios künftig auf Filme unter den Marken Disney, Pixar ("Toy Story") und Marvel ("Iron Man") konzentrieren, wie Konzernpräsident Robert A. Iger sagte. Damit sieht der Unterhaltungsgigant seine Zukunft vor allem in animierten und familienfreundlichen Filmen sowie in Comicadaptionen. Bereits im letzten Jahr hatte Disney die Miramax-Belegschaft um 70 Prozent reduziert und das Produktionsvolumen auf drei Filme pro Jahr halbiert.
"Ich bin froh und stolz, das Miramax-Repertoire übernehmen zu können", erklärte der Ron Tutor. "Wir freuen uns darauf, all diese qualitativ hochwertigen Inhalte langfristig und in jeder verfügbaren medialen Form mit der Welt teilen zu können." Tutor ist Firmenchef von zwei der größten Baufirmen der USA und hat sein Vermögen unter anderem mit Tunnel- und Brückenbau gemacht, sowie mit Aufträgen zum Wiederaufbau des zerstörten Irak.
twi/ddp
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"Miramax? Ich dachte die machen nur Kunststreifen wie "Das Piano"... oder "Crying Game" mehr...
Wenn ich dieses Geseiere des Disney-Volksbeeinflussungskonzern über "familienfreundliche Werte" noch einmal höre muss, ko*** ich! Die beste Entlarvung war letztens in einer "South Park"-Folge über die [...] mehr...
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