Hamburg - 1963 feierte sie ihren größten Triumph in Hollywood: Für ihre Rolle im Westerndrama "Der Wildeste unter Tausend" an der Seite von Filmlegende Paul Newman gewann Patricia Neal den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Einem Bericht der "New York Times" zufolge erlag die Schauspielerin am Sonntag in ihrem Haus im US-Staat Massachusetts mit 84 Jahren ihrem Krebsleiden.
Patricia Neils Leben bietet selbst genügend Material für Drehbuchschreiber. Das Mädchen aus Knoxville, Tennessee hat sich den Weg nach oben hart erkämpft. Im Alter von zwölf Jahren bekam sie zu Weihnachten von ihren Eltern ein ganz besonderes Geschenk: den ersten Schauspielunterricht.
Um ihre Bühnenkarriere voranzutreiben, zog sie in jungen Jahren nach New York. Am Broadway gelang ihr schnell ein erster Erfolg: 1947 wurde sie mit dem Tony-Award, dem Musical- und Theater-Oscar, ausgezeichnet. Zwei Jahre später hatte sie ihr Leinwanddebüt im Filmdrama "Gezählte Stunden" an der Seite des späteren US-Präsidenten Ronald Reagan. Weitere Projekte mit namhaften Männern Hollywoods folgten: Neal spielte unter anderem gemeinsam mit John Wayne und Tyrone Powers.
In ihrem Privatleben spiegelte sich der Hollywood-Ruhm jedoch nur bedingt wider: "Ich bin viele Male fast an einem gebrochenen Herzen gestorben", schrieb Neal in ihrer Biografie "As I am". Die große Liebe zu ihrem Schauspielerkollegen Gary Cooper endete schmerzhaft. Der Geliebte kehrte zu Frau und Tochter zurück, und Neal ließ das Kind, das sie von Cooper erwartete, abtreiben. 1953 heiratete sie schließlich den britischen Schriftsteller Roald Dahl, eine ebenfalls von Schicksalsschlägen überschattete Ehe.
Während sie mit dem fünften Kind schwanger war, erlitt Neal drei schwere Schlaganfälle. Sie lag für mehrere Wochen im Koma und musste schwere Operationen über sich ergehen lassen. Mit Hilfe ihres Mannes konnte sie sich erholen und Tochter Lucy zur Welt bringen. Sie lernte wieder sprechen und laufen und kehrte schließlich vor die Kamera zurück. Mit einer Oscar- und drei Emmy-Nominierungen erkämpfte sie sich ihren Platz unter den besten Schauspielerinnen zurück.
"Ich habe vieles gelernt im Leben", schrieb Neal in ihrer Biografie, "aber das Wichtigste ist - sei stur und zielstrebig, auch im hohen Alter". Nach mehrjähriger Pause war sie zuletzt 2009 in dem Fernsehfilm "Flying by" zu sehen.
mad/Reuters/dpa/apn
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Ich habe den Film erst vor einigen Monaten zum ersten mal gesehen. Wenn ich nicht wüsste, dass der Film aus dem Jahre 1963 ist, hätte ich auf 20 Jahre später getippt, der Film war seiner Zeit weit voraus. mehr...
Hud (USA 1963) war immer einer meimer Lieblingsfilme. RIP Paricia. mehr...
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