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30.08.2010
 

Box Office

Der Exorzismus des Sylvester Stallone

Szene aus "Der letzte Exorzismus": An einem Wochenende das Zehnfache eingespieltZur Großansicht
Kinowelt

Szene aus "Der letzte Exorzismus": An einem Wochenende das Zehnfache eingespielt

Es braucht kein Mega-Budget für einen Kinoerfolg. Das beweist der nur zwei Millionen Dollar teure Horrorschocker "The Last Exorcism". Er machte dem Thriller "Takers" den Spitzenplatz der US-Kinocharts strittig. In Deutschland hievt sich Sylvester Stallone auf den Thron.

Hamburg/Los Angeles - Zum Ende des Kinosommers buhlen zwei Neustarts um den ersten Platz der amerikanischen Kinocharts. Nach geschätzten Zahlen hat ein Deutscher vorerst die Spitze übernommen. Dem gebürtigen Hamburger Daniel Stamm gelang mit seinem Regiedebüt "The Last Exorcism" (deutscher Titel: "Der letzte Exorzismus") ein triumphaler Start, auch wenn er nach dem endgültigen Ergebnis seine Position noch verlieren könnte. Laut "Blickpunkt:Film" spielte der Horrorfilm rund 21,3 Millionen Dollar in 2874 Kinos ein - gekostet haben soll er laut boxofficemojo.com gerade mal zwei Millionen Dollar. Bei uns läuft die Teufelsaustreibung im Dokustil à la "Blair Witch Project" Ende September an.

Gute Chancen, noch die Führung zu übernehmen, hat "Takers". Mit 21 Millionen Dollar ist der Abstand dieses Action-Thrillers zum "Exorzismus" hauchdünn. Der Film, unter anderem mit Hayden Christensen aus "Star Wars", startete solide. In "Takers" geht es um eine Diebesbande, der bei ihrem größten Coup ein hartgesottener Ermittler in die Quere kommt.

Deutlich hinter den beiden Spitzenreitern liegt Sylvester Stallones Truppe von Söldnern auf Dschungel-Mission. In der Vorwoche noch auf Platz eins, reichte es für "The Expendables" bei einem Einspiel von 9,5 Millionen Dollar nur noch für den dritten Rang. Dahinter landete die weltreisende Julia Roberts mit "Eat Pray Love" (7 Millionen Dollar Umsatz), gefolgt von der Cop-Komödie "The Other Guys" (6,6 Millionen).

In den deutschen Kinos wird in 3D getanzt

Auch in Deutschland lieferten sich die beiden Besten ein knappes Rennen, das "The Expendables" für sich entschied. 290.000 Kinogänger sahen die neu angelaufene Söldner-Action, zuzüglich noch mal rund 35.000 Zuschauer in Vorab-Vorstellungen.

Auf Platz zwei folgt der zweitbeste Neustart, "Step Up 3D", mit 275.000 verkauften Karten. Der dritte Teil des Tanz-Franchise war zwar in deutlich weniger Kinos zu sehen, siegte aber nach Umsätzen; es kamen 700.000 Euro mehr in die Kassen als bei "The Expendables". Zu verdanken ist das wieder einmal dem zahlungswilligen 3-D-Publikum, an das sich der Film bereits mit seinem Titel heranschmeißt.

Der Vorwochen-Erste, die Comic-Verfilmung "Die Legende von Aang", muss angesichts der potenten Neustarts mit dem dritten Rang Vorlieb nehmen. 245.000 Zuschauer sahen den Fantasy-Film. Der Spionage-Thriller "Salt" mit Angelina Jolie und die Komödie "Kindsköpfe" mit Adam Sandler komplettieren mit je 160.000 Besuchern die Top 5.

Außerdem neu unter den ersten Zehn: "Der kleine Nick", die französische Adaption eines Jugendbuch-Klassikers, mit 50.000 Besuchern und Dani Levys Tragikomödie "Das Leben ist zu lang" mit 35.000 Kinogängern.

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