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Leinwand-Ikone: Anita Ekberg ist tot

Leinwand-Ikone: Schauspielerin Anita Ekberg gestorben Fotos
AP

Die schwedische Schauspielerin Anita Ekberg ist tot. Sie starb am Sonntag in einem Krankenhaus bei Rom. Die Darstellerin von "La Dolce Vita" wurde 83 Jahre alt.

Die schwedische Schauspielerin Anita Ekberg, die durch ihre Rolle in "La Dolce Vita" zur Leinwand-Ikone wurde, ist gestorben. Ihre Anwältin bestätigte den Tod Ekbergs am Sonntagmorgen in einem Krankenhaus bei Rom. Ekberg wurde 83 Jahre alt.

Nach einer Reihe von Erkrankungen sei Ekberg zuletzt kurz nach Weihnachten wieder ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Sie hatte gehofft, zu genesen. Etwas, das leider nicht passierte", so die Anwältin Patrizia Ubaldi.

Die Badeszene im Trevi-Brunnen in Fellinis "La Dolce Vita" (Das süße Leben) gehört zu den berühmtesten Szenen Ekbergs. Damit schrieb sie Kinogeschichte. Nach dem Kinohit blieb die Schwedin in Italien, machte aber weniger mit Filmerfolgen als mit ihren Beziehungen zu vorzugsweise prominenten Männern von sich reden. Sie habe nach dem Fellini-Werk viele Angebote bekommen, sagte sie 2013 rückblickend. Die meisten seien aber Kopien von "La Dolce Vita" gewesen.

Nicht nur die italienischen Männer waren von Ekberg fasziniert. Mit Frank Sinatra drehte die Schwedin "Vier für Texas" (1963). "Wir hatten einen Flirt und er hat mich auch gefragt, ob er mich heiraten kann", erzählte die Schauspielerin 2013 bei der Berlinale. Ein erstes Comeback feierte die gebürtige Schwedin 1986 mit Fellinis "Intervista". Obwohl sie vor allem in Italien als Sexsymbol galt, konnte die Schwedin mit dem Begriff nichts anfangen: "Ich habe nie verstanden, was das heißt."

Ekberg, die Wahl-Italienerin

Ekberg wurde am 29. September 1931 als Kerstin Anita Marianne Ekberg im südschwedischen Malmö als sechstes von acht Kindern eines Hafenarbeiters geboren. Nach der Wahl zur Miss Schweden 1950 reiste sie zur Wahl der Miss Universum in die USA, wo ihr John Wayne ihre erste Rolle anbot. 1955 erhielt sie für ihre Rolle in "Der gelbe Strom" von Regisseur William Wellmann den Golden Globe für die beste Nachwuchsdarstellerin. Einen weiteren Erfolg feierte sie 1956 mit "Krieg und Frieden".

Zu ihrer Heimat Schweden hatte Ekberg als Berühmtheit ein angespanntes Verhältnis. Den Medien soll weder ihr sexy Image noch ihr nach langer Abwesenheit bröckelndes Schwedisch gepasst haben.

Anita Ekberg lebte zuletzt zurückgezogen in Genzano, einer kleinen Stadt 30 Kilometer südöstlich von Rom. Ein weiteres Comeback beim Film hatte sie nie ausgeschlossen. Bette Davis habe schließlich noch mit über 90 gespielt, sagte sie noch 2013.

smh/nik/dpa/afp/

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