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Bafta-Awards: Jubel bei "The Revenant"-Crew - und DiCaprios Mutter

London: Die Bafta-Verleihung in Bildern Fotos
Getty Images

"Wir haben nichts davon erwartet": Leonardo DiCaprio ist für seine Rolle als Trapper in "The Revenant" mit einer Bafta-Trophäe als bester Hauptdarsteller geehrt worden. Der Film war der erfolgreichste des Abends.

Leonardo DiCaprio hat bei den britischen Bafta-Awards in London den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in "The Revenant - Der Rückkehrer" gewonnen. Die Auszeichnung der britischen Film- und Fernsehakademie Bafta gilt als Probelauf für die Oscar-Verleihung in Los Angeles am 28. Februar.

Es ist DiCaprios erste Auszeichnung mit einem Bafta. Der 41-Jährige setzte sich gegen Eddie Redmayne durch, der für "The Danish Girl" nominiert war. "Ich denke, er ist außergewöhnlich und verdient alles", sagte der Brite auf dem roten Teppich vor dem Royal Opera House über seinen US-Kollegen.

"The Revenant" war mit fünf Baftas der erfolgreichste Film des Abends. Der Wildwest-Thriller, der in den verschneiten Rocky Mountains spielt, wurde von den rund 6500 Mitgliedern der Akademie als bester Film ausgezeichnet und gewann Bafta-Masken für Kameraführung, Ton sowie die Regie des Mexikaners Alejandro González Iñárritu.

Er sei "absolut demütig", sagte DiCaprio, dass er sich gegen Kandidaten wie Matt Damon, Bryan Cranston, Michael Fassbender und Redmayne durchgesetzt habe. "Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, wir haben nichts davon erwartet."

Seine Arbeit sei von britischen Schauspielern wie Tom Courtney, Peter O'Toole, Daniel Day Lewis und seinem "Revenant"-Kollegen Tom Hardy beeinflusst worden, sagte DiCaprio in seiner Rede. Auf der Bühne dankte er seiner Mutter: Sie hatte am Tag der Preisverleihung Geburtstag.

"The Revenant" in zwölf Oscar-Kategorien nominiert

DiCaprio wird auch als Oscar-Topfavorit gehandelt. Der Schauspieler war bereits sechs Mal für die Film-Trophäe nominiert, gewonnen hat er sie noch nie. Die Chancen stehen gut, dass "The Revenant" auch in Los Angeles abräumt: Das Wildnis-Drama ist in zwölf Kategorien nominiert.

Den Bafta als beste Hauptdarstellerin gewann Brie Larson für ihre Rolle in "Raum", für die sie auch schon einen Golden Globe und den Screen Actors Guild Award der amerikanischen Schauspielgewerkschaft gewonnen hat. Sie setzte sich gegen Alicia Vikander, Cate Blanchett, Maggie Smith und Saoirse Ronan durch.

Beste Nebendarstellerin wurde die Britin Kate Winslet für ihre Rolle in "Steve Jobs". Der Preis für den besten Nachwuchsstar, den die Öffentlichkeit vergibt, ging an "Star Wars"-Darsteller John Boyega. Die nächste Episode der Weltraum-Saga, in der Boyega Finn spielt, dürfte ihn vom übermäßigen Feiern abgehalten haben: Am Montagmorgen um sechs sollte er zu den Dreharbeiten abgeholt werden, wie der Londoner auf dem roten Teppich erzählte.

Hier finden sie alle Bafta-Gewinner und die Nominierten im Überblick.

Im Video: Die Filmkritik zu "The Revenant"

kry/dpa/AP

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insgesamt 12 Beiträge
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1.
Vex 15.02.2016
Mir völlig unverständlich wie Revenant so viel gewinnen kann. Für mich der mit Abstand schwächste Film aller Oscar, Golden Globe (drama) und Bafta Nominierten vor allem da wirklich bedeutende und sehr gute Filme im Rennen sind wie Spotlight oder The Big Short. Revenant ist für mich nur eine unbedeutende hübsch aussehende und völlig übertriebene Survivalstory.
2. kein Oscar?
Kayci 15.02.2016
ich verstehe nicht, warum es immer heißt, di Caprio hätte noch nie einen Oscar gewonnen. nur nicht für die beste Hauptrolle, für Gilbert grape hat er einen als bester nebendarsteller gekriegt, oder irre ich da?
3. Der beste...
timepiece123 15.02.2016
Film, die beste Regie, Kamera und der beste Hauptdarsteller aller Zeiten.
4. Wildwest-Filme
BeatDaddy 15.02.2016
sind so tot, wie John Wayne! Sie waren so lange hip, bis die ersten Menschen die amerikanische Lebensart der Eroberung und Unterdrückung von Indianern und ihrer Habitate nicht mehr "gut" fanden. Das musste auch Kostner schon feststellen. Von daher ist jeder Award, den solch ein Film erhält, für den... Da schalte ich mir lieber den neuen Sender ZEETV ein und schaue mir tanzende Inder aus Bollywood an...oder Flash oder die Physik-Nerds aus Pasadena. Dafür habe ich viel mehr Platz, als in den Sitzplatzanzahl-optimierten Quetsch-Kinos der Neuzeit, mit ihrem sündhaft teuren Papp-Popcorn und dem Wasser-Zucker-Farbstoff-Gemisch, das uns als Cola angedreht wird. Für einen Kinobesuch mit (kleiner) Familie kann ich mein Auto einmal komplett volltanken...und dann müsste ich mir diCaprio als harten Mann ansehen. Danke, ich habe heute schon rückwärts gegessen, aber noch nicht getankt!
5. Sir irren :)
xaindsleena 15.02.2016
Zitat von Kayciich verstehe nicht, warum es immer heißt, di Caprio hätte noch nie einen Oscar gewonnen. nur nicht für die beste Hauptrolle, für Gilbert grape hat er einen als bester nebendarsteller gekriegt, oder irre ich da?
http://www.imdb.com/title/tt0108550/awards? Nominiert, ja - gewonnen, nein.
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