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21. Mai 2012, 13:51 Uhr

Box Office

"Der Diktator" regiert Deutschland, "Battleship" säuft ab

Droht der zweite Megaflop des Kinojahres? In den USA muss sich der Actionquatsch "Battleship" chancenlos den "Avengers" ergeben. Auch Sacha Baron Cohen kommt dort nicht an die Superhelden-Riege heran. Immerhin reicht es für seinen "Diktator" für Platz 1 in den deutschen Kinocharts.

Los Angeles/Hamburg - Der Triumphzug der "Avengers" dauert an - jedenfalls in Nordamerika. In seiner dritten Woche spielte der Superhelden-Film in den USA und Kanada mit 55,1 Millionen Dollar (43 Millionen Euro) mehr als doppelt soviel ein wie der Science-Fiction-Neueinsteiger "Battleship" mit 25,3 Millionen Dollar (19,7 Millionen Euro). Das berichtet der Fachdienst Box Office Mojo. "Avengers" erobert sich damit auch Platz vier unter den weltweit ertragreichsten Filmen aller Zeiten, hinter "Avatar", "Titanic" und "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2".

Derweil könnte sich "Battleship" - begleitet von zum Teil verheerenden Kritiken - nach "John Carter" zum nächsten großen Flop des laufenden Kinojahres entwickeln - in beiden Filmen spielt übrigens Taylor Kitsch die Hauptrolle. International hat sich Peter Bergs Action-Film nach dem Spiel "Schiffe versenken" mit Einnahmen von 226,8 Millionen Dollar zwar ein Polster erspielt - der schwache Start in den USA dürfte aber trotzdem eine Enttäuschung sein, schließlich hat der Film rund 209 Millionen Dollar an Produktionskosten verschlungen und war durch hohen Marketingaufwand begleitet worden. In Deutschland war "Battleship" bereits Mitte April angelaufen.

Auch Sacha Baron Cohens "Diktator" konnte in seiner ersten Woche nicht an den nordamerikanischen Kinokassen überzeugen. Trotz großem Werbewirbel schaffte es der Polit-Klamauk mit 17,4 Millionen Dollar nur auf Rang drei. Dass Namen wie Cameron Diaz, Jennifer Lopez und Chris Rock nicht gleichzeitig Garanten für die Übernahme der Top-Position sind, zeigte sich bei "Was passiert, wenn's passiert ist". Die Komödie, die auf einem Schwangerschaftsratgeber basiert, stieg in Nordamerika mit 10,5 Millionen Dollar auf dem fünften Platz ein, während Tim Burtons Vampirgroteske"Dark Shadows" in seiner zweiten Woche mit 12,8 Millionen Dollar auf der vier landete - in der Vorwoche hatte der Film noch Rang zwei belegt.

Anders sieht es dagegen für Baron Cohen in Deutschland aus. Hier eroberte sein "Diktator" auf Anhieb die Spitze der deutschen Kinocharts, wie die Marktforscher von media control am Montag mitteilten. Nach vorläufigen Angaben verfolgten rund 400.000 Besucher zwischen Donnerstag und Sonntag, wie Admiral General Aladeen New York unsicher macht.

Auf Platz zwei landete Johnny Depp als Vampir in "Dark Shadows". Rund 196 000 Zuschauer sahen sich den Film an. Platz fünf belegte der Neueinsteiger "Hanni und Nanni 2" um zwei Internatsschülerinnen und Zwillingsschwestern, die allerhand aushecken (rund 141.000 verkaufte Tickets). Etwa 39.000 Besucher begleiteten Ewan McGregor auf Rang acht beim "Lachsfischen im Jemen".

hpi/dpa

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